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#Madrid: Erster Versuch zur Räumung des #AteneoLibertario in #Vallekas gestoppt – Der Kampf geht weiter

Madrid. Am 16. September wurde erneut deutlich gemacht, dass Solidarität und direkte Aktionen die beste Waffe sind, die wir als Mittel zur Verteidigung gegen den Staat und gegen Repression haben. Etwa 150 Menschen aus Vallekas und anderen Stadtteilen versammelten sich vor der Tür des Ateneo Libertario de Vallekas, um die Räumung des Gebäudes zu verhindern. Dabei geht es nicht nur um die Räumung eines Gebäudes, sondern auch um die Verteidigung der Hausbesetzung als Mittel des Kampfes im sozialen Krieg, als ein Mittel, um mit unseren eigenen Händen außerhalb von Parteien und Institutionen Räume des Kampfes, der Begegnung und des Lernens zu schaffen.

Ursprünglich veröffentlicht von A Las Barricadas. Übersetzt von Enough14.

Und das haben wir erreicht (vielen Dank an euch allen). Wir hatten einen bescheidenen Einsatz von Journalist:innen, städtischen Polizeifahrzeugen und dem Distriktskommissar. Aufgrund des Solidaritätsflusses hatte der Gerichtsvollzieher keine andere Wahl, als vorbeizugehen. Jetzt kann der Ateneo jederzeit und ohne Vorankündigung geräumt werden.

Diese Solidarisierung ist noch besonderer, wenn wir berücksichtigen, wie sich der repressive Diskurs über Vallekas (und die Arbeiter:innenviertel Madrids im Allgemeinen) entfaltet: Kriminalisierung durch die Medien, ständige Angriffe der Medien und der politischen Klasse auf die Opfer von Covid-19, Verfolgung von Migrant:innen, Misshandlungen durch die Polizei, Videoüberwachung, Geldstrafen und eine besonders verschärfte Verfolgung der Hausbesetzer:innen in den letzten Monaten. All dies mit den Augen, die mit Bildern wie den Hungerschlangen, die nicht aufhören, den Vertreibungen, die nicht aufhören, den Gesundheitszentren, die zusammenbrachen, den in die U-Bahn gedrängten Arbeiter:innen, die auf einen Politiker:in warten, der ihnen sagt, ob sie für etwas anderes als die Arbeit für die Bosse auf die Straße gehen dürfen. Das ist die Logik des Staates und des Kapitals für die Armen und die Stadtteile, in denen wir leben.

Der Kampf geht in vielfältigen Formen weiter, die Solidarität kennt keine Grenzen oder Schranken und geht über die konkreten Tage der Vertreibungen hinaus: Banken, Immobilienmakler:innen, Spekulant:innen, Polizei, Medien, Politiker:innen und Geschäftsleute sind immer noch da und verwalten und schaffen die Bedingungen unserer Ausbeutung. Wir rufen dazu auf, die Solidarität in all ihren Formen auszuweiten.

An diesem Sonntag rufen wir erneut zu Tagen des Widerstands im Ateneo auf, und wir setzen diesen Aufruf fort: am Freitag in der Woche der Räumung des Ateneo, eine Demonstration um 20.00 Uhr in Vallekas aus Solidarität mit den besetzten Räumen. Der genaue Ort wird am Tag der Räumung bekannt gegeben.

Solidarität mit den besetzten Räumen!
Keine Räumung ohne Antwort!
Besetzung, Widerstand und direkte Aktion!

Ateneo Libertario de Vallekas
Calle Párroco Don Emilio Franco nº 59
28053 Madrid
ateneolibertariovallekas [at] riseup [dot] net

https://ateneolibertariovk.noblogs.org/



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