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Die Profiteure der Hochrüstung der Grenzen

Das Projekt „Migration Control“ und die Informationsstelle Militarisierung haben sich vorgenommen, eine umfassende Liste von Institutionen und v.a. Unternehmen zu erstellen, die von der (technologischen) Hochrüstung der Grenzen profitieren.

Ursprünglich veröffentlicht von Kontrapolis.

Eine erste Version mit gut 70 Unternehmen und Forschungseinrichtungen haben wir bereits online veröffentlicht: https://migration-control.info/bobusi/

Dabei handelt es sich weder um eine systematische noch erschöpfende Auswahl. Wir hoffen allerdings, diese Liste mit Eurer Hilfe beständig zu erweitern und zu aktualisieren.
Falls Ihr uns dabei helfen wollt, bestehen unterschiedliche Möglichkeiten:

1. Ihr könnt uns Firmen und Institutionen nennen, die Eurer Meinung nach noch auf der Liste fehlen. Das könnt Ihr gerne per Mail an contact[at]migration-control.info  machen – und dabei natürlich gerne auchnoch einzwei Links angeben, welche die Involvierung des jeweiligen Unternehmens in das Grenzregime dokumentieren. Wir nehmen diese Unternehmen (und Links) dann in eine interne ToDo-Liste auf und versuchen hierzu im Folgenden kurze Texte zu erstellen, damit die Unternehmen in die öffentliche Liste aufgenommen werden können.

2. Noch besser wäre es natürlich, wenn Ihr zu den entsprechenden Unternehmen und Institutionen gleich selber kurze Texte (etwa im Stile der bereits bestehenden) verfasst und ebenfalls an contact[at]migration-control.info schickt. Wir würden diese dann redaktionell überprüfen und ggf. anpassen und dann in die Liste übernehmen.

3. Ihr könnt uns einzelne Quellen nennen, die Ihr systematisch auswertet, um gleich mehrere Unternehmen zu erfassen und zu beschreiben. Das wäre natürlich eine große Hilfe. Wir würden uns dann darum bemühen, das mit anderen abzustimmen, damit keine doppelte Arbeit entsteht.

4. Ihr könnt uns gerne auf Fehler hinweisen oder Ergänzungen zu den bereits benannten und beschriebenen Unternehmen formulieren. Im letzteren Fall kopiert Ihr am besten den bestehenden Text aus der Liste, bearbeitet ihn und schickt uns – wie oben – den ergänzten/korrigiertenText zu.

5. Falls Ihr längerfristig in der Redaktion mitarbeiten wollt, könnt Ihr Euch e:benfalls gerne melden. Für den Herbst planen wir neben einer (Online-)Veranstaltung zur Vorstellung der Liste auch ein (Online-)Treffen, wo wir aufbauend auf ersten Erfahrungen die weitere Redaktionsarbeit ausplanen möchten – dazu würdet Ihr dann natürlich eingeladen.

6. Bisher gibt es die Liste nur in deutscher Sprache. Wenn Ihr Lust habt, einzelne Beiträge auf Englisch und/oder Französisch zu übersetzen und die Liste damit zugänglicher zu machen, freuen wir uns sehr über Eure Unterstützung! Schreibt uns auch dafür gerne eine Mail an: contact[at]migration-control.info!

Zuletzt: Natürlich könnt Ihr auch sehr gerne diesen Aufruf weiterverbreiten und v.a. auch mit der Liste in ihrem jeweiligen aktuellen Stand arbeiten, z.B. für Kampagnen, Analysen usw.
Unten findet Ihr noch den Einleitungstext der aktuellen Liste, wie erauch unter https://migration-control.info/wiki/border-business/ nachzulesen ist. Auch hier sind wir für Anregungen und Kritik offen.

Border Business – Die Profiteure der Hochrüstung der Grenzen in und um Europa
In den vergangenen Jahren hat das Bewusstsein zugenommen, dass die Hochrüstung der europäischen Außen- und Binnengrenzen nicht nur zahlreiche Todesopfer, sondern auch erhebliche wirtschaftliche Profite hervorbringt. Im deutschsprachigen Raum haben darauf Anfang 2021 unteranderem die sogenannten Frontex-Files aufmerksam gemacht. Sie waren für uns Anlass, eine Liste von Unternehmen zu erstellen, die in die technologische Aufrüstung der (vorverlagerten) europäischen Grenzeneingebunden sind und von ihr profitieren.
Zur Liste geht es hier: https://migration-control.info/bobusi/

Diese Liste ist als kollaboratives Projekt konzipiert, in das sich verschiedene Menschen einbringen können. Unser Ziel ist, die Liste beständig zu aktualisieren und zu erweitern, um eine möglichst vielseitige und umfassende Übersicht über das Geschäft mit der Ausgrenzung generieren zu können. Wir sind keineswegs die Einzigen, die Informationen zusammentragen, sondern greifen auf umfangreiche Arbeiten von Organisationen wie Statewatch und dem Transnational Institute, von Einzelpersonen wie Mark Akkermann und Matthias Monroy sowie von Aktivist*innen und Bewegungen zurück, die oft auch auf lokaler Ebene recherchieren, wer vom Grenzgeschäft profitiert. Beispielhaft für viele sei hier etwa die Border Profiteers Broschüre des NoBorderAssembly für Berlin genannt.


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