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#Minneapolis protestiert gegen Polizeimord an #GeorgeFloyd: Tag 2

Minneapolis. Mittwoch, 27. Mai. 2020. Was folgt, ist die Übersetzung eines Berichts von Unicorn Riot vom zweiten Tag der Proteste in Minneapolis, nachdem Bullen am Montagabend George Floyd ermordet hatten.


Ursprünglich von Unicorn Riot veröffentlicht. Übersetzt von Enough 14.

Minneapolis, MN – Nach langen Protesten und Auseinandersetzungen mit der Polizei gestern, versammeln sich die Demonstrant*innen auch heute noch vor dem Gebäude der Minneapolis-Polizei (MPD) im 3. Bezirk. Die Twin Cities befinden sich nach wie vor in einer Welle der Wut der Massen, nachdem der MPD-Beamte Derek Chauvin in einem verstörenden Video, das sich am Montagabend verbreitete, dabei gefilmt wurde, wie er einen POC [1] namens George Floyd zu Tode würgte.

Am Mittwoch forderte der Bürgermeister von Minneapolis, Jacob Frey, den Bezirksstaatsanwalt von Hennepin, Mike Freeman, auf, Strafanzeige gegen den Polizisten Chauvin zu erstatten. Chauvin und drei weitere an den Ermordung von Floyd beteiligte Beamte wurden am Dienstag entlassen. Eine derart schnelle Entlassung von Offizieren nach einem Polizistenmord ist in der Geschichte von Minneapolis beispiellos.

Es tauchen immer wieder Beweise auf, die darauf hindeuten, dass die Polizei gelogen hat, als sie behauptete, dass George Floyd sich der Verhaftung widersetzte, als Officer Chauvin anfing, ihn mit einem Knie im Nacken zu würgen (Instagram Video):

Hier könnt ihr unsere (Unicorn Riot) Live-Berichterstattung von den Protesten vom Mittwoch sehen:

Anmerkungen

[1] POC Person of color (Plural: people of color) ist ein Begriff aus dem anglo-amerikanischen Raum für Menschen, die gegenüber der amerikanischen Mehrheitsgesellschaft als nicht-weiß gelten und wegen ethnischer Zuschreibungen („Sichtbarkeit“)  alltäglichen,  institutionellen und anderen Formen des Rassismus ausgesetzt sind. https://de.wikipedia.org/wiki/Person_of_color



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Pandemie Kriegstagebücher – Kronstadt 21 – Part1

Sebastian Lotzer und Giorgio Agamben

Vielleicht stellte jemand Spekulationen über unseren Aufstand an. Das geschieht immer in solchen Fällen, aber ich muss sagen, dass das nutzlos war. Stellen wir keine Mutmaßungen darüber an, was hätte geschehen können, wenn die Ereignisse eine andere Wendung genommen hätten, denn alles hätte passieren können, und wir konnten nichts vorhersehen. Aber so lange sie noch lebten, waren die Kronstädter nicht bereit, anderen die Initiative zu überlassen, wer immer es auch sei”

Stepan M. Petritschenko, Maat der Petropawlowsk.
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Das alltägliche Blutbad der Ausbeutung

Die neue Wirklichkeit

Jemand meinte einmal, die Unterdrückbarkeit des Menschen kenne keine Grenzen. Der Mensch ist ein Gewöhnungstier und nach einem kurzen Schock, scheint er sich an jeden Zustand anpassen und gewöhnen zu können, egal wie erniedrigend und beengend dieser auch sein mag. Eine Weltbevölkerung unter Quarantäne, Regieren per Ausnahmezustand, Verbot jedes sozialen Lebens – und nach einigen Wochen fühlt es sich schon fast normal an. Man gewöhnt sich an die Einschränkungen – an das Home Office ebenso wie an den Verlust der Bewegungsfreiheit. In dieser harten Stunde rücken wir zusammen, zeigen uns einsichtig und zollen der Kanzlerin Respekt, dass sie den Schutz der Gesundheit über den Schutz der Wirtschaft stellt…

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Der anarchistische Genosse Gabriel Pombo da Silva von Portugal an Spanien ausgeliefert

Unser Genosse ist heute Morgen (13. Mai) dem spanischen Staat übergeben worden und befindet sich derzeit im Gefängnis von Badajoz (Extremadura). Es geht ihm gut und er ist wie stets stark. Sicherlich wird er 14 Tage in einer vorgeschriebenen Quarantäne bleiben müssen und dann vermutlich in ein anderes Gefängnis verlegt werden. In dieser Hinsicht werden weitere Informationen folgen.

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#Thessaloniki, #Griechenland: Der Polizei-Abschaum verkörpert die grenzenlose Dreistigkeit der Staatsmacht

Am Samstagabend griffen die Bullen Menschen an, die gerade auf dem Kallithea-Platz saßen, und jagten sie mit Knüppeln und Chemikalien durch die engen Straßen von Ano Poli (Thessaloniki). Gleichzeitig werden die Schulen in Betrieb genommen, die Arbeiter*innen werden jeden Morgen in Massentransportern zusammengepfercht, um zu Arbeitsplätzen zu fahren, an denen sie so gut wie nichts verdienen, große Geschäfte haben geöffnet, und es wurde gerade bekannt gegeben, dass die Bars früher als erwartet öffnen werden, zwei Tage nach dem Fest des Bürgermeisters Bakoyiannis auf dem Omonoia-Platz in Athen, zu dem sich dreimal so viele Menschen versammelten wie in Ano Poli. Der Staat zeigte, dass seine Dreistigkeit so außer Kontrolle geraten ist, dass die Polizei zum Angriff auf die Menge geschickt wurde und mindestens einer Person Kopfverletzungen zugefügt hat. Natürlich wurden während des Bürgermeisterfestes in Omonoia keine Warnungen an die Organisator*innen ausgesprochen und es kam zu keinerlei Kopfverletzungen. Vor den schicken Cafés in der Stadt, die in ihren Außenbereichen Partys mit Hunderten von Besucher*innen veranstalteten, haben die Bullen nur sehr freundliche Verwarnungen ausgesprochen.

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Enough Radio: Interview mit FAU-Gewerkschafter*in über den anhaltenden Streik der Erntearbeiter*innen in #Bornheim

Am Dienstag haben wir mit einem FAU-Gewerkschafter*in über der Streik der Erntearbeiter*innen in Bornheim gesprochen.

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#Athen: Notara 26 zur Räumung des Themistokleus -Refugee Squat

Athen. Griechenland. Erklärung von Notara 26 zur vorgestrigen Räumung des Themistokleus-Refugeesquats.

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Pandemie Kriegstagebücher – Corona Burnout

Sebastian Lotzer / Jérôme Baschet

Wir schreiben den 18. Mai 2020. Captain Lotzer an Logbuch: Während immer noch große Teile der linken Blase brav zuhause hocken und verzweifelt darauf warten, dass ihnen die Regierung hoch und heilig verspricht, dass es jetzt wirklich sicher sei, die Wohnung oder das Hausprojekt wieder zu verlassen, treiben die meisten Deutschen ganz andere Sorgen um.

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Lokales Autonomes Netzwerk: Erklärung zur angeblichen Bekämpfung von Anarchist*innen auf den #Philippinen

Stellungnahme vom Lokalen Autonomen Netzwerk (LAN) von den Philippinen über einen Artikel, welcher auch auf dem Enough Blog erschien, jedoch nun widerrufen wurde.

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Pandemie Kriegstagebücher – Der Blick ins Weiß – Fragmente

Sebastian Lotzer

Wenn du nicht stark bist – sei klug –

Sun Tzu ; Die Kunst des Krieges
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