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Selber verwirrt [Ukraine, Diskussion]

Die Soligruppe für Gefangene scheint ganz außer Rand und Band zu sein und schreibt sich in Rage. Bekanntermaßen gehe ich ebenfalls gern und ausführlich meinem Äußerungsbedürfnis nach, habe mir aber ernsthaft vorgenommen, dazu einen Reflexionsprozess zu beginnen. Bei der Soligruppe hingegen sieht es scheinbar anders aus. Mit den zahlreichen aneinander gereihten Wortfetzen kann nur mühevoll verschleiert werden, wie wenig Inhalt ihnen zu eigen ist. Was ist mein Problem? Warum lasse ich mich hier in die nächste verbale Schlammschlacht verwickeln, statt etwas Sinnvolles zu tun?

Bild Oben: Bombardiertes Gebäude in Kyiv. In diesem Gebäude befand sich eine selbstorganisierte Fitness-Studio, in der Antifas Selbstverteidigungskurse und Kampfsport-Training organisierten. Bild: Cars of Hope.

Ursprünglich veröffentlicht von Knack News.

Ich würde niemanden dazu auffordern für die Ukraine zu kämpfen oder die deutsche Regierung, dazu Waffen zu liefern oder vermeintlich taktisch erst mal die mehr oder weniger liberale Demokratie des kapitalistischen Staates zu verteidigen. Vielmehr wünsche ich mir, dass sich Menschen selbst bestimmen und entscheiden können – was sicherlich häufig anders aussieht, als ich selbst handeln und mich positionieren würde. Ich wünsche mir auch, ein gemeinsames sozial-revolutionäres Projekt zu entwickeln. Natürlich ist es für Anarchist*innen nicht zielführend, irgendeinen Staat und eine Regierung zu unterstützen. Aber es organisieren sich unglaublich viele Menschen in der Ukraine selbst. Und daran gilt es anzuknüpfen, sich in solche Organisierungsprozesse einzubringen.

Problematisch ist der Fundamentalismus als problematische Reaktion auf gesellschaftlich bedingte Widersprüche; die dogmatische Engstirnigkeit; implizite Führungsansprüche und damit verbundene sektiererische Einstellungen. Heruntergebrochen meine ich in Bezug auf den aktuellen Text der Soligruppe:

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