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Wieso wir ums Klima kämpfen und nicht nur um Veränderung bitten

Schweiz. Anlässlich der Verteidigung der ZAD (ZAD de la Colline, Schweiz) ist das ein Beitrag zur Frage der Mittel und der Radikalität innerhalb der Klimabewegung. Dass wir schleunigst etwas an dem Status Quo ändern müssen ist vielen bewusst. Sei es die fortschreitende Klimakrise, die soziale Ungerechtigkeit oder das Ertrinken an den Aussengrenzen der EU: Es braucht einen System Change. Doch wie kommen wir dahin und wer sind unsere Verbündeten?

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März & April 2021: „Unser Hass auf die Polizei wird uns vereinigen“ [Griechenland]

Griechenland. Wir haben so viel über die sich ständig verändernde Situation hier draußen berichtet, weil sie für Anarchist:innen von Bedeutung ist. Diese Berichte spiegeln unsere Prioritäten als anarchistisches Kollektiv, welches eine rein schwarze Fahne schwenkt, sowie unsere eigenen Erfahrungen oder Perspektiven auf das, was um uns herum passiert, wider. In der Vergangenheit haben wir uns selbst, und wahrscheinlich auch die Leser:innen damit überfordert, dass wir stets unser Bestes taten, „alles“ zur Diskussion zu stellen. Wir übernehmen die Verantwortung für Dinge die fehlen, aber unsere Absicht ist es, die grenzüberschreitende Solidarität zu fördern und andere zu informieren, damit sie die Situation hier besser verstehen und sie mit ihrer eigenen Situation in Zusammenhang bringen können. Informationen und Links finden sich am Ende dieses Berichts, ebenso wie bei allen anderen Berichtenden, über welche ihr auch laufend Updates und Informationen zur Situation finden könnt.

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Notiz zu den neuen Faschismen

Zur Frage einer nicht nur kommenden, sondern schon existierenden Staatsfaschisierung haben wir vor zwei Jahren Folgendes geschrieben: Das den aktuellen Staat auszeichnende »institutionelle Präventiv-Dispositiv«, das für Poulantzas allerdings auch schon den autoritären Etatismus in den 1980er Jahren kennzeichnete, ist heute dermaßen geschmeidig und zugleich intensiv in staatliche und nichtstaatliche Apparate und Institutionen eingeschliffen worden und hat sich zu einem grundlegenden Dispositiv (neben dem offiziellen Staat der parlamentarischen Demokratie) entwickelt, dass es nicht nur mehr von einer Osmose zwischen dem Präventiv-Dispositivs und dem offiziellen Staat sprechen lässt, wie dies Poulantzas noch tut, sondern von der temporären Dominanz eines durch die Präventivlogik gekennzeichneten einschleichenden Faschisierungsprozesses, der in seiner Struktur vollkommen neu ist und keiner bisherigen historischen Periode der Staatlichkeit entspricht. Aufgrund eines spezifisch codierten Krisenszenarios (Terrorismusbekämpfung) und insbesondere aufgrund der hegemonialen Einschreibung der Präventivlogik ergreift der Sicherheitsstaat, der ganz auf die Exekutive setzt, heute politische und rechtliche Maßnahmen, welche die Apparatur des normalen kapitalistischen Staates nachhaltig verändern und seine Rechtsstaatlichkeit transformieren, ohne dass man aber diese selbst verleugnen muss.

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Selbstorganisation im Pandemie-Staat – Antagonistische Überlegungen gegen Pandemie und Staat

Der folgende Text ist Ende Oktober 2020 entstanden und sollte eigentlich in einem der deutschsprachigen Blätter des linksradikalen Milieus veröffentlicht werden. Dazu kam es nicht. Etwas verspätet aber dafür vielleicht umso aktueller bekommt ihr ihn nun hier zu lesen.

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Die Strategie der „Aufstandsbekämpfung“ als Herrschaftsinstrument

In diesem ersten Teil geht es uns darum einen kurzen Einblick in die Entwicklung und Ursprünge der Aufstandsbekämpfung zu geben und die Denkprozesse und Überlegungen der Strategen der Macht zu beleuchten. Wir werden uns dabei teilweise ihrer Sprache bedienen, um zu veranschaulichen, wie durchdacht und ausgearbeitet dabei vorgegangen wird.

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Anarchistische Umorientierung in der Zeit des COVID-19 Viruses

Kanada. Die Situation ändert sich schnell. Zusammen mit allen anderen verfolge ich es eifrig und teile Updates, beobachte, wie sich unser Leben von Tag zu Tag verändert, wie wir uns in der Ungewissheit verlieren. Es kann sich anfühlen, als gäbe es nur eine einzige Krise, deren Fakten objektiv sind und nur einen einzigen Weg zulassen, einen, der Trennung, Einschließung, Gehorsam und Kontrolle beinhaltet. Der Staat und seine Anhängsel werden zu den einzigen, die legitimiert sind, zu handeln, und die Erzählung der Mainstream-Medien mit der von ihnen erzeugten Massenangst erstickt unsere Fähigkeit zu autonomem Handeln.

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Die Revolte erfassen – Gegen die Tendenzen zu einer reaktionären Soziologie – Von Peter Gelderloos

Für den Fall, dass der Kapitalismus seinen Würgegriff auf dem Planeten beibehält, werden die offiziellen Geschichten des gegenwärtigen Moments des Widerstands in einigen Jahrzehnten behaupten, dass die Kämpfe, die um uns herum toben, mit der wirtschaftlichen Rezession von 2008 begannen und durch eine zweite Rezession im Jahr 2020 noch verschärft wurden. Der Grund für dieses Framing ist ziemlich offensichtlich: Es verschleiert längere Geschichten der Revolte, insbesondere die genauen Vorläufer größerer Rebellionen; und es porträtiert uns, der Pöbel, als einfaches mechanisches Zubehör, das nur in eine Funktionsstörung gerät, wenn die Wirtschaft keinen Überfluss produziert, als ob wir nur Marionett:innen wären, die an den Fäden der Finanzwirtschaft tanzen.

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One Solution! Zero Covid?

Die Kampagne Zero Covid wird von vielen als Ausweg aus der linker Sprachlosigkeit gegenüber der Corona-Pandemie angesehen. Dabei fordert der Aufruf realpolitisch, was in diesen Verhältnissen nicht zu erreichen ist. Gleichzeitig verkennt er die Repression, die auch ein solidarischer Lockdown bedeuten würde. Eine linksradikale Antwort auf Corona wäre es sich solidarisch in Netzwerken jenseits von Kapital und Staat zu organisieren.

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Contra #ZeroCovid

Dieser Text wird aus schierer Verzweiflung geschrieben. Verzweiflung darüber, dass Menschen, welchen wir bisher als unsere Verbündeten angesehen haben, im Dauerfeuer der medialen Covid-Panik wohl das Hirn geschmolzen sein muss; darüber, dass Gruppen, welche wir als Teil einer progressiv-subversiven Zivilgesellschaft angesehen haben, alle ihre Ideale über Bord werfen und päpstlicher werden als der Papst; aber von Anfang an und zumindest versuchsweise geordnet.

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Dannenröder Wald: Über Gewalt und Gewaltlosigkeit

Was folgt, ist ein interessanter Beitrag von jemand (er/sie spricht für sich selbst, nicht für die gesamte Besetzung) der Dannenröder Waldbesetzung über Gewalt und Gewaltlosigkeit.

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