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Stellungnahme zur Griechischen Kundgebung 18.02.2018 Düsseldorf

Als Vorwort möchten wir ergänzen,das nach unseren Informationen mehrere Düsseldorfer Gruppen nicht mit mobilisieren wollten, da ihnen die Situation der griechischen Patrioten zu unübersichtlich war. Spätestens nach den Angriffen in Thessaloniki und Athen war uns bewusst das sich dort unter anderem Hooligans und Nationalisten treffen um dies als Plattform für ihre nationalistischen Ideen und Hetze nutzen werden.

Wir haben die Angriffe auf das Libertatia und auf die anderen sozialen Projekte nicht vergessen!

Reblogged. Original Artikel auf: Emanzipatorische Antifa Wuppertal

Hinweis: Die auf unserem Blog veröffentlichten Artikel werden ausschließlich zur Dokumentation publiziert.

Am 18.02.2018 fand in Düsseldorf eine Kundgebung von griechischen Patriot*innen statt. Ein nationales Schauspiel besorgniserregendes Ausmaßes. Es trafen sich mehrere Hundert mit Griechenlandfahnen ausgestattete Menschen. Der halbe Burgplatz war voll mit hauptsächlich Familien, die selbst ihren Hunden eine Fahne an die Leine steckten. Kinder mit einer riesengroßen Fahne verteilen Flyer rund um den Platz. Die Inszinierung startete mit dem lauten Abspielen der Nationalhymne. Nach einer Runde Partytechno folgte die emotionale Aufladung der Kundgebung über ein klassisches Lied, vermutlich eine Hymne – „Famous Macedonia“. Rufe wie „Hellas, Hellas“ „Hände weg von Mazedonien“ und „Hände weg von der Geschichte“ wurden aggresiv, mit „stolz“ gebrüllt. Die Aussagen werden vor dem Hintergrund des verteilten Flyers deutlich. Es handelt sich um eine völkisch, nationalistische Kundgebung. Die auf dem Burgplatz verteilten Menschen beteiligen sich an einem geschichtsrevisonistischen Aufruf die Republik von Mazedonien „Staat von Skopie“ zu nennen. Dieser inszenierte Konflikt besteht seit 1991 als Jugoslavien zerfiel. Seit Jahrzehnten wird so, eine auf Basis einer nationalistischen Gesinnung fußende, völkische Stimmung produziert. Die hierarchische, und gewaltbereite Seite dieses reaktionären Denkens, völkisch-nationalistischer Prägung offenbarte sich nicht nur in der aggresiven Behauptung Mazedonien sei Griechenland, sondern auch in der Absprache der Ordner*innen mit organisierten Hooligans der Gruppe „Gate 4“. Die am Rande der Demonstration auf „Streifzüge“ nach vermeintlich störenden Menschen patrolierten. Als ein kleiner Gegenprotest Flyer verteilend versuchte, eine Gegenöffentlichkeit zu schaffen, griffen die Fascho-Hools die flyerverteilenden Menschen verbal und physisch an. Leider waren nur sehr wenige Gegenprotestler*innen vor Ort um sich dem nationalistischen Mob entgegenzustellen.

Wir fragen uns:

– Wie kann es sein, dass organisierte gewaltbereite rechte Hooligans mit offizellen Ordner*innen zusammenarbeiten?

– Wie kann es sein, dass dieses nationalistische Festival von den meisten Menschen inmitten der Düsseldorfer Altstadt unbeachtet und ungestört laufen kann, während am Mikrophon offene Hetze stattfindet?

– Wo war der Gegenprotest?
– Wo waren die Antifaschist*innen, um die griechischen Nationalist*innen in ihrer menschenverachtenden Hetze zu stoppen?

GEGEN JEDEN NATIONALISMUS. NATIONALISTISCHE HETZE NICHT UNBEANTWORTET LASSEN!

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