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#1erMai in Paris: Eine Einladung für eine revolutionäre #1Mai

Hinweis: Die auf unserem Blog veröffentlichten Artikel werden ausschließlich zur Dokumentation publiziert.

Original Aufruf veröffentlicht durch Génération Ingouvernable und Mouvement Inter Luttes Indépendant Facebook Veranstaltungsseite. Übersetzt durch Enough is Enough.

#MayDay in #Paris: Invitation for a revolutionary May 1st

Nach der Einladung von „Les Paves“ am 1. Mai nach Paris zu kommen, veröffentlichen wir ein weiteren Aufruf, der nach Paris mobilisiert.

Hier ist der Aufruf in voller Länge:

Macrons Macht hat sich entschieden die sozialen Proteste mit Gewalt zu brechen. Sie zeigte die brutale Fratze der Repression unter der Maske der lachenden Modernität. Der militärische Angriff gegen La Zad, die Vernichtung von Lebensräumen, Räumungen, das Verprügeln von Student*innen mit Knüppeln, die Isolierung von Bahn-Arbeiter*innen, Desinformation, all diese Manöver dienten dem Zweck die Autorität des Staates zu beweisen, sind aber in Wirklichkeit Symptome einer ängstlichen Regierung, in Panik versetzt durch eine wachsende, kraftvolle und vielfältige Bewegung. Die massive Beteiligung am Streik der Bahn-Arbeiter*innen, der den Zugverkehr stört, die Blockaden und Besetzungen von Universitäten multiplizierten sich in den letzten 10 Jahren. Netzwerke wachsen, Bündnisse werden formiert, verschiedene weitere Sektoren schließen sich dem Kampf an. Jeden Tag widersetzen sich die Genoss*innen von La Zad noch entschlossener. Währenddessen sind Unterstützungskomitees aktiv im ganzen Land. Um es kurz zu halten: Überall machen sich Menschen den Kampf um DIE RECHTE ZU SCHLAGEN zu eigen.

Von jetzt an muss es darum gehen diese verschiedene Formen von Widerstand in eine einzige Welle von Aufständen zu heben, um dieses abscheulichen Regime zu Fall zu bringen. Um den Sieg ins Auge zu fassen, schlagen wir vor unsere Offensive an gemeinsamen Daten zu konzentrieren. Während einige sich wünschen den Mai ‘68 nur zu gedenken, damit der Aufstand auf Abstand gehalten wird*, denken wir, dass der erste Mai 2018 eine großartige Gelegenheit ist den 50. Geburtstag dieses Aufstands auf unsere eigene Weise zu feiern. Es ist nicht unwahrscheinlich, dass sich Genoss*innen aus Nachbarländern mit der Idee befassen sich diesen Festivitäten anzuschliessen. Wir laden die Bahn-Arbeiter*innen und alle anderen Teile der Bewegung ein, um sich am 1. Mai zahlreich an einer entschlossenen, revolutionären und kämpfenden Demo zu beteiligen. Weil Repression sich gegen jede(n) richtet, muss unsere Antwort gemeinsam und vereinigt sein. Gegen Macron und seine Welt, lasst uns gemeinsam auf die Straße gehen und die Versammlung von Wut und Hoffnung zum Leben bringen. Machen wir uns bereit, rüsten wir uns aus, lasst uns uns organisieren, UM SIE ZU BRECHEN.

Wir sehen uns am Dienstag, den 1. Mai, 14:30 Uhr auf dem Place de la Bastille, 75011 Paris, Frankreich

Facebook Veranstaltungsseite: https://www.facebook.com/events/451120815321402/

*Einige offiziellen Stellen wollen den Aufstand von Mai 1968 als etwas gedenken, was der Vergangenheit angehört. So als wäre ja jetzt alles gut im französischen Staat.


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Save the date! 01.-08. 08. 2018 Anarchistisches Camp in Österreich

Hinweis: Die auf unserem Blog veröffentlichten Artikel werden ausschließlich zur Dokumentation publiziert.

Eingereichten Beitrag: Eigenen Beiträge einreichen.

Vom 1ten bis zum 8ten August wird es wieder ein anarchistisches Camp in
Österreich geben. 

Aufruf

Ein Experiment gelebter Anarchie,

Das A-Camp 2018 richtet sich an alle, die sich in anarchistischen Ideen wiedererkennen oder sich für solche interessieren. Auf der Grundlage von Solidarität, gegenseitiger Hilfe, freier Assoziation und Selbstorganisation soll über eine Woche mit Anarchie(n) experimentiert werden. Gerade in einem sich verschärfenden autoritären Gesellschaftsklima braucht es Versuche in gelebter Praxis Freiheit, Herrschaftslosigkeit und individuelle Autonomie mit Inhalten zu füllen. Genauso werden die eigenen Ideen auf die Probe gestellt, um an diesen Erfahrungen zu wachsen.

um den Kampf für die Freiheit zu stärken.

Das A-Camp werden Tage gefüllt mit Auseinandersetzung, Diskussionen, praktischen Workshops, Sport, Kreatives und allem, was Leute initiativ einbringen und daraus machen. Dabei steht der Austausch, das gegenseitige Kennenlernen und das Vertiefen von bereits geknüpften Beziehungen im Vordergrund, um Perspektiven und Wege zu finden die Überwindung der bestehenden Ordnung voranzutreiben.

Die Schaffung einer individuellen und assoziativen Freiheit, die nicht durch Sicherheit definiert wird.

In Zeiten zu leben, in denen Sicherheit von den Herrschenden zum höchsten aller Gefühle und zur Bedingung eines guten Lebens erklärt wird, heißt für uns Sicherheit kritisch zu hinterfragen. Ohne ordnende Gewalt – ohne Staat – kann Freiheit nicht durch Sicherheit definiert werden, weil es keine Autorität mehr gibt, die sie garantieren kann. Die vom Staat zugestandenen Freiheiten sind Freiheiten auf Bewährung, die nur solange gewährleistet werden, wie wir uns konform verhalten und die uns demnach jederzeit wieder von den Herrschenden genommen werden können.

Wenn wir das A-Camp als ein Experiment verstehen, als einen Zeitraum, in dem es keine ordnende Gewalt gibt, in dem Individuen aufeinander treffen und mit anderen Formen des Zusammenlebens experimentieren, ist klar, dass es nur Gehversuche sein können. Wir alle sind geprägt von der Welt in der wir leben und Probleme, Fehler und Konflikte werden zum Camp dazugehören. Wir können keine Garantie aussprechen, keine Sicherheit gewähren, dass das A-Camp für alle so bereichernd wird, wie es potentiell sein kann. Grundlage für ein bereicherndes Camp ist, dass sich alle, die das Camp besuchen, versuchen es sich ihren Wünschen und Bedürfnissen entsprechend anzueignen, ohne Machtansprüche zu stellen – dann wird es ein Abenteuer für uns alle.

Das A-Camp wird das, was jede* Einzelne* daraus macht.
Für die Anarchie!

Wenn du teilnehmen, einen Workshop abhalten oder mithelfen möchtest, dann lass es uns wissen.




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Wenn ein kleines stück Paradies von der Staatsmacht angegriffen wird. ZAD NDDL

Funfacts zur Geschichte. Erlebnisbericht unten.

-Das ZAD NDDL ist eine ländliche Gegend in der Nähe von Notre Dame de Landes(NDDL), Frankreich.
-ZAD steht für „Zone a Defendre“ also zu verteidigende Zone, es gibt mehrere davon in Frankreich, das ZAD NDDL ist eines der größten autonomen Gebieten in Europa.
-In dem Landstück gibt es seit 15 Jahren schon soziale Kämpfe gegen Kapitalismus.
Seit 2009 ist es besetzt, um den bau eines Flughafen zu verhindern, Anfang des Jahres hat die Regierung dieses vorhaben gekanzelt, allerdings die Bewohner aufgefordert das Gebiet zu verlassen.
-In dem Gebiet leben 250 Menschen und arbeiten in 80 Kollektiven. Unter anderem eine Bäckerei, eine Schreinerei , mehrere Bauernkollektive und ein eigener Piratensender.

Dortmund oder zum ZAD?

Wir haben eine kurze Besprechung gehabt, dort hieß es die Dortmunder kippen den Plan und das Konzept, der/das für den Naziaufmarsch erarbeitet wurde. Nun war die Überlegung was wir tun, es gab die Idee ein Solitranzpi zu malen und trotzdem nach Dortmund zu fahren. Diese Solidarität haben wir uns geklemmt und uns Ausrüstung und ein Auto besorgt und haben uns von einen Lippenbekenntnis zur direkten Solidarität entschieden. Wir danken allerdings allen die sich einen frustrierenden Tag angetan haben und versucht haben sich entschlossen den Faschisten in den Weg zu stellen, großen Respekt! Wir wünschen den Verletzten eine gute Genesung.

Ca. 72 Stunden später.
Gewerkschafts- und Student*innen-Demo.
In Nantest angekommen haben wir unseren Rucksack gepackt und uns erstmal umgesehen.
Um 15.30 fing eine erste Gewerkschaftsdemo an, wir wollten uns ein wenig umschauen und sind erstmal an den Startort der Kundgebungs gegangen,
Keine Minute später kam eine Gruppe Civicops an, sie haben uns all unsere Sachen abgenommen – besser gesagt geklaut, da solche Maßnahmen in Frankreich verboten sind. Die geklauten Gegenstände waren nicht Verboten. Nach der Maßnahme sind wir also wieder zurück zum Kundgebungsort gelaufen.

Auf der Gewerkschaftsdemo waren ca 2000 Menschen, sie verlief soweit friedlich.
Am Endkundgebungsort fingen viele an sich zu vermummen, erste Böller fliegen, vielleicht um zu zeigen das sie kampfbereit sind, vielleicht auch Provokateure, vielleicht hatte es auch keinen Grund.

ZAD Demo

Es ist verblüffend wieder auf am selben Startpunkt zu sein wie vorher, viele Menschen haben sich mittlerweile angeschlossen. Die vorherige Demo hat sich komplett der ZAD Demo angeschlossen, es schien ein wenig als wäre es der Plan gewesen, da gemunkelt wurde das die ZAD Demo verboten wird. Die Stimmung ist bestimmter aber friedlich. Parolen gegen Macro und Cops, gegen Kapitalismus und Faschismus. Nach ca. 600 Metern gab es viel Zuspruch und Geklatsche, ein Transpi wurde von der Burg von Nantes gedropt. Quasi im selben Moment wollten die Cops vorne die Demo stoppen, Tränengas fliegt durch die Luft, Menschen rennen hin und her, teilweise sehr organisiert, teilweise einfach nur nach hinten oder vorne. An den Gleisen kratzen Kleingruppen Steine aus, andere sammeln sie ein und bringen sie an verschiedene Stellen. Vorne flogen Böller, Steine und Flaschen auf die Polizisten. Teilweise sah man keine 5 Meter weit, alles brannte vom Tränengas . Die Menschen aus dem nicht radikalen Spektrum stellten sich den Cops in den Weg, beleidigten sie als Schläger und Mörder. Die Auseinandersetzungen gingen bis spät in die Nacht, wir haben uns allerdings nach einigen Stunden auf dem Weg ins ZAD gemacht, da wir noch unsere Zelte aufbauen mussten.

Das erste mal in einem ZAD,

Spät in der Nacht kamen wir im ZAD NDDL an. An der Barrikade stehen 2 Menschen. Einer von ihnen kommt auf uns zu und bittet uns, das Auto noch ein bisschen mehr an den Rand zu fahren, sonst passt eventuell „der“ LKW nicht durch… Kurze Zeit später kommt ein weißer Transporter, die Nummernschilder waren überklebt und die Barrikade geht auf. Es werden Medikamente, Handschuhe und einige andere Sachen abgeladen. Die 2 Menschen an der Barrikade waren reichlich mit Tee und Essen eingedeckt. Die beiden haben uns noch einmal den Weg zu einem der unzähligen Camps erklärt. Nach ca. 30 Minuten sind wir im Camp angekommen, mehr als 100 Zelte zählte das Camp und ganz hinten ein offenes Haus wo viele Leute standen und feierten. Es war eine Schreinerei mit einer kleinen Bar, anscheinend ist sie selber noch im bau, aber es hat Scharm!

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Morgens als wir wach wurden.

Ein Helikopter dröhnt am Himmel, ich bin die blühende Hölle am morgen, oder viel mehr der Satan persönlich und dann schaut noch dieser scheiß Helikopter vorbei. Wir packen unsere Sachen zusammen und aßen eine Kleinigkeit. Am Checkpoint haben wir uns noch einmal mit essen, trinken und Augenlösung eingedeckt.
LA GREE eine Stück Wald umringt eine Wiese, nördlich und östlich sind Straßen die auf einander treffen. Ob es wirklich la Gree ist weiß ich bis heute nicht, nur ein Schild zeigte in die Richtung mit der Aufschrift. Eine riesen Barrikade ist auf der Straße rechts vom Feld am Waldrand, an der Linie zwischen Wald und Wiese links von der Straße ist ein kleiner Wall aufgeschüttet mit einer sehr langen Barrikade oben drauf, dahinter Steine, Flaschen, Zwillen und vieles mehr, am Horizont sehen wir eine Gruppe Menschen die ihre Hände heben, allerdings haben sie sich der Polizei in den Weg stellt, sie singen etwas auf französisch. Ergeben? Nein das wollten sie sich nicht, es war eher so als wollten sie deeskalieren und zeigen das sie unbewaffnet sind. Es waren keine Hippies, sondern vermummte Umweltaktivisten und Anarchisten,viele waren schwarz angezogen, einige mit Skibrillen oder Taucherbrillen auf der Nase. 2 Sannis standen im letzten Stück.

photo_2018-04-18_18-56-45Nach einiger Zeit fliegt Tränengas in alle Richtungen, die Polizei stürmte auf die Wiese, aus den Wäldern westlich und südlich fliegen Gegenstände in Richtung der Polizei. Als die Bullen in den Wald an der linken Seite eindrangen gab es einen lauten Knall, alles zieht sich bei mir zusammen,viele splitter fliegen durch die Luft ein Mensch schreit nach Sannis. Splittergranaten wurden, laut den französischen Nachrichten, immer wieder bei der Räumung benutzt, dabei wurde betont das sie verboten seien.
Auf einmal bleiben die Polizisten stehen, harter Widerstand von allen Seiten, der Verletzte wird von vielen geschützt und von einigen weggetragen, ich bin ein Stück mitgelaufen um zu helfen. Dabei sah ich wie ein Splitter ca. so groß wie ein Tee- Löffel Kopf in seinem Bein steckt. Die Ärtztin ist abgebrüht, sie zieht den Splitter einfach raus, ist wohl nicht der erste den sie dieser Woche sieht. Sie kippt eine anständige Menge Antiseptica auf ihre Hände und sagt mir das ich die Hose halten soll, sie schnitt danach das Hosenbein ein und riss den Rest ab. Die Wunde war ziemlich tief, sie schaute kurz in die Wunde und prüfte mit schnellen Augen das nichts mehr drin ist. Der Verletzte verzog nicht einmal das Gesicht und sagte ich soll ruhig bleiben („Keep cool“) . Dabei holte er eine Flasche Wein aus seinem Rucksack und trank ihn genüsslich. Als er mir einen Schluck angeboten hat lehnte ich dankend ab. „Ahh, you are from Germany.“ war sein Kommentar dazu mit einem leichten Grinsen im Gesicht. Kurz darauf fuhr ein Jeep an wo er drauf gehoben wurde, diese ganze Aktion war gefühlt eine Ewigkeit und dauerte insgesamt nicht mal 5 Minuten. Die Kämpfe gingen fürs erste bis 13 uhr, danach zog sich die Polizei langsam zurück in die Mitte des Feldes. Einer der Bauer fing an zu verhandeln während weiter hinten ein Haus gebaut wurde. Die zerstörten Barrikaden wurden neu aufgebaut, es schien so als wäre eine „Waffenpause“. Wir nutzten sie um uns bei der nächsten Küfa was zu essen zu holen.


Am Nachmittag standen wir wieder am Feld, ein Haus kam langsam angelaufen, Ich war verwirrt und fing tierisch an zu lachen. Die Polizisten fingen an wie ein paar zugedröhnte Affen zu funken, eher ins Funkgerät zu schreien. Das Haus wurde von einer riesen Menschenmasse begleitet, so das die Wiesen voll waren. Das Team Blau schaute entsetzt hinterher, als hätten sie ein UFO gesehen, ihnen war klar das sie gerade einfach vorgeführt werden.

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3 Felder später flog  mal wieder Tränengas, das Laufhaus kehrte um und ging einen kleinen Umweg über ein anderes Feld,  damit war wohl auch die „Waffenruhe“ aufgehoben. Einige waren natürlich vorbereitet, sie hatten Matratzen und Schilder dabei, sie warfen die Gasgranaten zurück… mir wurde dagegen kurz schwarz vor Augen, ich konnte meine Augen nicht mehr öffnen, ein Gefährte nahm meinen Arm und führte mich einige Meter weiter aus dem Tränengas. Nachdem er mir meine Augen spülte, kamen auch die Sannis schnell und spülten nach, kurz darauf ging es mir wieder gut. Die Medis empfahlen uns zurück zu gehen, es sei hier nur eine symbolische Aktion gewesen. Sie zeigte uns auf der Karte das wir  in der Mitte  der belagerten Zone sind, quasi im Herz der 2500 Polizisten und genau hier steht das Haus. Es war zwar nur eine symbolische Besetzung aber den Bullen wurde gezeigt, wir können wenn wir wollen überall hin.photo_2018-04-18_18-57-22

Auf dem Weg zurück nach La Gree oder auch nicht La Gree sehen wir Tränengas fliegen, es war wieder in dem Feld wo es morgens die Kämpfe gab. Das Feld war voll, auf der Straße rechts gab es einen Flaschenhagel auf die Gandamen, links auf dem Feld war eine weitere Gruppe von ca. 20 Leuten die losstürmte und gezielt Sachen warfen. Insgesamt war das Feld voll von  Menschen, Zwillen schossen immer wieder aus dem Nichts zwischen den Leuten auf die Polizei, auf der nördlichen Straße stand ein Junge mit einer Steinschleuder, er war höchstens 15 und neben ihn eine ältere Dame die ihn immer wieder Steine gab. Eine Bande älterer Menschen füllte hinten Steine und Tannenzapfen in Taschen, danach kam ein Vermummter und brachte diese an die vorderen Teile. Es blitzte und knallte auf dem Feld. Immer und immer wieder rannten Sannis zu Verletzten. Irgendwann mussten sich die Polizisten auf eine Kreuzung zurückziehen, da ein Busch direkt an ihren vorderen Reihen angezündet wurde. Eher ein Fehler, denn nun standen sie von 3 Seiten unter Beschuss. Überall war Tränengas. Nach einiger Zeit stürmte die Polizei noch ein mal vor bis zum Wald, dort blieben sie knapp hinter den Barrikaden stehen. An ein weiterkommen war für sie nicht zu denken, der Panzer fährt bis zur Barrikade und auch 1- 2 mal  dagegen, es flog noch ein letztes mal massiv Tränengas, Flashbangs und Splittergranaten. Gleichzeitig  flog ihnen auch noch einmal das 3 fache entgegen.


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danach zogen sie sich zurück, es scheint so als wäre ihre Schicht vorbei, sie zogen sich weit, weit zurück. Nach einer kleinen Pause kamen wir zurück und sahen das die Barrikaden wieder aufgebaut wurden. Die Bullen blieben die ganze Nacht weg.

An alleine an dem Tag wurden 150 Menschen verletzt, die Polizei verschoss in den ersten 6 Tagen über 2 Tonnen an Tränengas-Granaten. Eine Tränengas Granate kostet 110€. Die Splitter- Granaten wurden vor einigen Jahren verboten, nach dem ein Mensch von solch einer Granate getötet wurde. Gummigeschosse haben wir nur gefunden allerdings nicht schießen sehen.
Der Wiederaufbau hat in einigen Teilen schon begonnen.


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Ein Bekennerschreiben zu den Angriff auf Parteibüros.

Die auf unserem Blog veröffentlichten Artikel werden ausschließlich zur Dokumentation publiziert.
Reblogged von DE Indymedia.

In der Nacht vom 8 auf den 9. April gab es eine reihe Angriffe auf rassistische Parteien in Wuppertal.

Die Aktivist*innen weisen darauf hin, das die Parteien keine opfer sind, sondern Täter und das sie nicht vergessen haben wer hier im Land die Rassistische Politik vorgibt.

So schreiben sie „Helge Lindh von der SPD spricht im Zusammenhang mit der Aktion gegen die Parteibüros von Feigheit und Gewalt. Lieber Helge, Gewalt ist es sich antirassistisch zu geben und dann Menschen den Familiennachzug zu verwehren. Feige ist es mit den Erdogan-Regime schmutzige Deals zu machen, aus Angst davor, dass die Geflüchteten nach Europa kommen, wie es die GroKo getan hat. Feige ist es für Rüstungsdeals zu sorgen mit denen dann unter anderem die Revolution in Rojava angegriffen wird. Gewalt sind eure Gesetze, die Arbeitslose und Geflüchtete unterdrücken. Gewalt ist eure brutale Polizei, die beim G-20 letztes Jahr zahllose Menschen schwer verletzt hat. Gewalt ist das was eure Soldat_innen in diversen Konflikten treiben.“

Weiter sagen sie auch, das die regierung schon 1993 bewiesen hat, in welche richtung sie tendiert

„Vor bald 25 Jahren wurde das Recht auf Asyl, welches als Lehre aus dem NS, bis dahin relativ gute Möglichkeiten für Geflüchte bot, faktisch abgeschafft. Drei Tage später am 29. Mai 1993 zündeten Nazis in Solingen ein Haus an und ermordeten fünf Menschen, weil sie Türk_innen waren. Die Tat war Teil einer langen Kette von Angriffen, Morden und Pogromen. Diese Aktionen fielen nicht vom Himmel. Sie sind in einem Zusammenhang mit rassistischer Hetze auch von Seiten der damals wie heute Herrschenden zu sehen.

 

Heute 25 Jahre später ist das gleiche Pack am Ruder was am Jahrestag von Solingen zwar Krokodilstränen weinen wird, aber die Politik des Ausschlusses, der Abschiebung, der Ausbeutung, des Krieges weiter fortführt! Geflüchtete werden interniert und ein Gesetz gegen Geflüchtete folgt dem Nächsten. Und wieder tobt der rassistische Mob auf der Straße, es werden Anschläge und brutale Übergriffe verübt und mit der AFD zieht eine faschistische Partei in den Bundestag. Die CDU spielt mit, hetzt was sie kann und Horst Seehofer hat jetzt ein Heimatministerium. Die SPD gibt sich wie immer gemäßigt und stimmt den widerlichen Gesetzen gegen die Geflüchtete zu. Die FDP entdeckt sich als Lucke AFD neu und steht in NRW mit der CDU für die Internierung von Geflüchteten.“

das schreiben die andere Medien dazu:

http://www.wz.de/lokales/wuppertal/farbanschlaege-auf-wuppertaler-parteibueros-1.2657341

http://www.wuppertaler-rundschau.de/lokales/parteibueros-mit-farbe-beschmiert-aid-1.7502904

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Wuppertal fängt an zu Leben.

In der Nacht vom 8. auf den 9. April gab es weitere Angriffe auf die Herrschenden Verhältnisse. Laut Polizei wurden dabei mehrere Parteibüros der SPD,CDU und FDP zerstört. Ein Bekenner*Innenschreiben wurde bisher noch nicht gesichtet.

Chronologie der letzten Monate.

Die Polizei hat seit dem Anfang des Jahres eine Repressionswelle in Wuppertal gestartet. Dabei versuchen sie anscheinend, eine Menge Daten zu sammeln und Menschen einzuschüchtern.

Januar
Im Januar fing der Spuk an, auf kurdischen Demos wurden YPG und YPJ Fahnen von der Polizei eingesammelt. Danach fingen Aktionen an, bei denen in dem Zeitraum vom 20.01. bis zum 24.01.2018 über 100 Graffiti in der Wuppertaler Nordstadt gesprüht wurden. Die Messages dabei sind dem linksradikalen bis anarchistischen Spektrum zuzuordnen. Die Sprüher*innen haben unter anderem Rechte für Geflüchtete gefordert, sich zur „Komplizenschaft mit den Gefangenen der G20 Revolte“ bekannt, sich als „unregierbar“ gezeigt und mehr feministische Action gefordert. Die Polizei versuchte daraufhin, Menschen aus dem Autonomen Zentrum zu kriminalisieren. Es ist bis heute allerdings nicht geklärt, wer die Urheber*innen der Graffitis sind.

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Februar
Als Reaktion auf die Graffitis wurden weitere Kontrollen und Einschüchterungsversuche seitens der Polizei vorgenommen. Die Einschüchterungsversuche ging anscheinend nach hinten los, denn vom 12.-13.02. wurde wieder massenhaft gesprüht, diesmal in der Wuppertaler Südstadt.

Desweiteren gingen die Kundgebungen für Afrin weiter. Die Zusammenarbeit mit den deutschsprachigen autonomen Strukturen und kurdischen Freund*innen wuchs zusammen. Zusammen wird seit den Angriffen auf Afrin demonstriert.

März
Der Monat schien ruhig zu werden. Es gab viele Solidemos, weiterhin Kontrollen und Repression. Inzwischen gehört das zum Alltag. Doch die Ruhe war wohl ein Trugschluss. Am 21.03. machte sich im Radio, Fernsehen und Zeitung entsetzen breit. Menschen sind in ein Gebäude eingestiegen, welches von der Polizei in Bezug genommen werden sollte. Dort wurde laut verschiedener Medienberichte Buttersäure verteilt und Einrichtung zerstört. Am Eingang stand „Welcome to hell“, ob damit die Polizist*innen gemeint waren ist unklar, aber eine Geruchshölle war es sicherlich.

 

April
Nun wurden Schaufensterscheiben von Parteibüros ein geschmissen und die Gebäude markiert. Ein Bekenner*innenschreiben ist bisher nicht aufgetaucht.

In dem Bekenner*innenschreiben zu dem Angriff auf die Polizeistation hieß es damals das es weitere Aktionen geben wird. Ob diese nun damit in Verbindung stehen ist uns unbekannt.

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Der Tanz der Rebellen hat begonnen.

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Italien: Unterstützt den Hambi-Widerstand!

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Reblogged von: Contra Info.

Eine Kampagne, die der Unterstützung dessen dient, was von 2012 bis heute, zu einem der Symbol des Kampfes zur Befreiung der Erde von den Fesseln des Kapitalismus geworden ist: Der Widerstand, zur Verteidigung des Hamburger Forstes.

Seit 6 Jahren haben Menschen aus aller Welt durch Blockaden, Sabotage und Baumbesetzungen einen Widerstand von Unten ins Leben gerufen, um die durch RWE zu verantwortende Verwüstung zu bekämpfen. Dieses multinationale Unternehmen rodet seit Ende der 70er Jahre eines der letzten urprünglichen Wälder, um Hambach in den größten Braunkohletagebau in Europa zu verwandeln.

“Earth Riot” lädt euch zu einer Reihe von Solidaritätsveranstaltungen zum Thema “Befreiung der Erde” ein, die darauf abzielen, diejenigen zu unterstützen, die sich täglich der repressiven und dominierenden Dynamik des kapitalistischen Systems widersetzen.

Die Befreiung der Erde ist Totale Befreiung

Dieses ist nicht nur eine eingängige Parole, sondern das Wesen des Kampfes für die Totale Befreiung. Damit dieser nützlich und durchführbar wird, muss zu einem Prozess übergegangen werden, in dem der Erde all das zurückgegeben werden sollte, was ihr der Kapitalismus im Laufe der Jahre entrissen hat. Ein System, das allen wirkliche Freiheit nimmt, im Namen des scheinbaren Fortschritts und der angeblichen Überlegenheit, die von der anthropozentrischen Kultur und dem Geldgott diktiert werden.

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Veranstaltungskalender:

11/4 – Turin– 20 Uhr , Via Baltea 3 – Mercoledì EXtra-Ordinari,

Vortrag mit Filmvorführung und Informationstisch. Unterstützt den Hambi Widerstand. Die Befreiung der Erde ist Totale Befreiung

21/4 – Modena 20.30, Stella Nera, Via Falloni 67 –Sound of Silence Vol. 3,

Vortrag und Informationstisch:Vom Greenwasching zum Ausverkauf der Befreiungsideale

12/5 – Brescia – 19 Uhr Presso Circolo Anarchico Bonometti, Via Borgondio 6 –
Unterstützt den Hambi Widerstand. Die Befreiung der Erde ist Totale Befreiung: Soli-Abendessen + Vortrag + Filmvorführung + Informationstisch

8/7 – Provinz Mailand, Villa Fiorita (Cermusco)

http://earthriot.altervista.org


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Sie auch: Interview mit Enough is Enough Info-Café: https://enough-is-enough14.org/2018/03/18/interview-mit-eie-info-cafe-das-langfristige-ziel-ist-und-bleibt-natuerlich-der-umbruch-zu-einer-solidarischen-gesellschaft/



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Türkische Nationalist*Innen und Faschist*Innen demonstrierten in Wuppertal – Spontane Gegenproteste!

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Heute gab es in Wuppertal eine Kundgebung und kurze Demonstration türkischer Nationalist*innen.

Erst sammelten sich am Karlsplatz etwa 250-300 Menschen, die unter anderem antisemitische Plakate trugen und mit einem Heer von Fahnen bestückt waren. Außerdem gab es direkt vom Micro das Zeichen der Grauen Wölfe.

Man behauptete die Türkei hätte die Demokratie nach Afrin gebracht und forderte
Menschenrechte für alle ein. Wie widersprüchlich und skurril das ist kann ich kaum in Worte fassen. Nicht nur das völkerrechtswidrige Eindringen der türkischen Armee in Nordsyrien, sondern auch die Plünderungen und der Umgang mit Gefangenen oder in Afrin verbliebenen Menschen spricht eine ganz andere Sprache.

Im Anschluss an mehrere Reden und Gesängen zogen die Faschos dann über die Gathe bis vor die Ditib Moschee (Schräg gegenüber vom AZ Wuppertal). Das AZ Wuppertal bezog klar Stellung indem nicht nur Menschen präsent waren, sondern zudem eine YPG-Fahne schwenkten und den dummen Rufen (PKK – Terrorist) gehörig gegen Rufe entgegen schmetterten.

Es sind immer noch extrem viele Cops unterwegs und ‚belagern‘ das AZ, vermutlich auch gewaltbereite Kleingruppen nationalistischer Couleur. Passt auf euch und aufeinander auf!

Bildergalerie unten (Bild 6, direkt hinter AZ Wuppertal): Der Typ ganz links hat schon öfters Menschen auf Kurdische Demos in Wuppertal bedroht.. 


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NAV-DEM: Kritik an Durchsuchung des Demokratischen Gesellschaftszentrums in Hannover!

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Am heutigen Donnerstag, den 5. April 2018, hat die Polizei den Hannoveraner Verein von Nav-Dem (Demokratisches Gesellschaftszentrum der Kurdinnen und Kurden in Deutschland e.V.) durchsucht. Damit wird die lange Liste der Kriminalisierungs- und Einschüchterungsversuche gegen Kurdinnen und Kurden in Deutschland fortgesetzt, die in direktem Zusammenhang mit der erneuten Annäherung an das Erdogan-Regime stehen. Wir verurteilen diese erneute Repressionsmaßnahme gegen kurdische Aktivisten und Aktivisten in Deutschland!

Um 10:00 Uhr morgens stürmte die Polizei im Auftrag der Staatsanwaltschaft Lüneburg zusammen mit dem Staatsschutz das Vereinszentrum an der Königswortherstraße. Knapp sechs Stunden lang wurde der Verein durchwühlt. Dabei wurden Fahnen, Flyer, Plakate sowie Infomaterialien und Computer beschlagnahmt und in zahlreichen Kartons aus dem Gebäude getragen. Mehrere Stunden lang durfte sich nur eine Person im Verein aufhalten und es wurden keine weiteren Zeugen hineingelassen. Während der Durchsuchung solidarisierten sich über 150 Menschen vor dem Gebäude mit dem kurdischen Gesellschaftszentrum. Die Polizei äußerte immer wieder rassistische Beleidigungen gegenüber der Versammlung vor dem Gebäude. Personen wurden ohne rechtliche Grundlage immer wieder vom fotografischen Dokumentieren des Vorgehens der Polizei abgehalten. Die Ko-Vorsitzende von Nav-Dem, Ayten Kaplan, kritisiert die Durchsuchung des Nav-Dem-Vereins in Hannover: „Seit Monaten weisen wir immer wieder auf die Gefahren der deutsch-türkischen Annäherung hin. Erdogan und sein Regime in der Türkei fordern von der deutschen Bundesregierung alle Aktivitäten demokratischer Kurdinnen und Kurden, aber auch anderer oppositioneller Gruppen aus der Türkei zu unterbinden. Die deutsche Regierung folgt diesem Wunsch des türkischen Regimes. Auf Erdogans Wunsch hin werden in Deutschland heute Demonstrationen von Nav-Dem verboten, wird der Mezopotamya-Verlag durchsucht und Nav-Dem als „Ableger einer terroristischen Vereinigung“ verleumdet. Die heutige Durchsuchung unseres Vereins in Hannover stellt das jüngste Beispiel für die deutsch-türkische Repressionspolitik dar. Dagegen wehren wir uns derzeit auf juristischem Weg. Auch unser bundesweiter Nav-Dem Kongress am nächsten Sonntag in Köln wird ein starkes Zeichen gegen diese ignorante deutsch-türkische Politik sein.“

Als Nav-Dem Deutschland rufen wir die deutsche Bundesregierung zu einem grundlegenden Politikwechsel hinsichtlich der Türkei auf. Die Kriminalisierung und die Repressionen durch die deutsche Bundesregierung werden uns nicht an unserer demokratischen Politik und unserem Widerstand hindern. Gemeinsam mit allen Teilen der deutschen Zivilgesellschaft werden wir weiterhin die Kriegspolitik der Türkei im Mittleren Osten anprangern, offen die deutsche Unterstützung für die Türkei kritisieren und von Deutschland aus die demokratischen Kräfte im Mittleren Osten unterstützen!

NAV-DEM, 05. April, 2018.

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Düsseldorf 5. Mai: Rüstungsexporte stoppen – Rheinmetall entwaffnen

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Achtung die Uhrzeit wurde auf 11:30 Uhr vorverlegt.

Update 05.05 Demo steht noch vor das DGB Haus (12:26 Uhr)

Wir wollen am 05. Mai in Düsseldorf gemeinsam mit euch auf die Straße gehen gegen die Rüstungsgeschäfte von Rheinmetall.
Vor allem die Zusammenarbeit mit der Türkei ist gerade ein aktuelles Thema, unter anderem in Form von der geplanten Panzerfabrik dort. Auch in Afrin und anderen Teilen Rojavas haben die Waffen- und Panzerdeals mit Deutschland dem türkischen Regime dabei geholfen, einen Besatzungskrieg gegen Zivilist*innen ausführen zu können.WIR FORDERN:
— Schluss mit der politischen, wirtschaftlichen und militärischen Unterstützung der Türkei, stattdessen Sanktionen!
— Stopp aller Waffenlieferungen an die Türkei – Stopp der Rheinmetall-Panzerfabrik!

— Volle Unterstützung für Aufbau, Erhalt und Verteidigung der demokratischen Selbstverwaltung in Nordsyrien/Rojava!
Demonstration: Samstag 05. Mai, 2018. 11:30 Uhr, Vor dem DGB NRW Haus, Friedrich-Ebert- Straße 34 – 38, Düsseldorf
Bisherige Unterstützer*innen:
NAV-DEM e.V.
Ceni Frauen
DIE LINKE. Kreisverband Düsseldorf
DIE LINKE Aachen
see red! Linke Initiative Düsseldorf | (iL)
Düsseldorf stellt sich quer
I Furiosi
IL Düsseldorf
Antirassistische Offensive Aachen
HDK Frauen
VVN-BdA Kreisvereinigung Düsseldorf
Barrikada
YXK Aachen
YXK Düsseldorf/ YXK Düsseldorf Ersatz
Die Linke.SDS Düsseldorf
Linksjugend ’solid Düsseldorf
SJD Die Falken Düsseldorf
AKKUSTAN
Andrej Hunko
Kurdisches Volkshaus Aachen e.V.
ethecon – Stiftung Ethik & Ökonomie

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#Wuppertal Café Ada: Erzählcafé zur Geschichte der Linken aus der Türkei – Anti Fasit Mücadele- Devrimci Yol Ve Fatsa ,Aslan Gümüs ile söyleti

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Erzählcafé zur Geschichte der Linken aus der Türkei

Veranstaltung mit Arslan Gümüş (Lehrer, Schriftsteller und Musiker)

28.4.2018 15:00 Uhr ADA

Anti Fasit Mücadele- Devrimci Yol Ve Fatsa ,Aslan Gümüs ile söyleti .28.04.2018 Cafe Ada. Saat 15 ve 18 arasi

Im Mittelpunkt der Veranstaltung stehen die Ereignisse in Fatsa, einem kleinen Städtchen an der türkischen Schwarzmeerküste. In diesem Zusammenhang wird die antifaschistische Organisation Devrimci Yol, ihr Politikverständnis, ihre wechselvolle Geschichte, in den Kämpfen gegen die Militärdiktatur, gegen die Grauen Wölfe der MHP und in den Gefängnissen, aber auch in den Betrieben und Universitäten vorgestellt.
Fatsa wurde 1979 zum Symbol der Linken. Der Referent, der in Devrimci-Yol organisiert war, wird über den einzigartigen Versuch berichten, in der Kleinstadt Fatsa den Traum von einer selbstverwalteten sozialistischen Kommune zu verwirklichen. Zum Hoffnungsträger für die Linke wurde Fatsa, als der unabhängige Kandidat Fikri Sönmez im Oktober 1979 mit 62 % aller Stimmen zum Bürgermeister gewählt wurde. Fikri wurde vor allem durch die Organisation Devrimci Yol unterstützt, die in Fatsa neben den offiziellen Strukturen Basiskomitees in jedem Stadtteil einrichtete, die die Verantwortung für die Sozial- und Gesundheitsversorgung übernahmen. Populär wurde Fikri durch die rigorose Bekämpfung des Glücksspiels und der Korruption. In den kurzen Monaten des Experimentes zwischen Oktober 1979 und Juli 1980 geschahen in Fatsa „große Dinge“. Mit vereinten Kräften wurden Straßen durch Sumpfgebiete gebaut und gleichzeitig dabei ein Volksfest veranstaltet. Konflikte wurden zugunsten der Armen und Unterpriviligierten geregelt. Die Bevölkerung hatte ungehinderten Zugang zu allen bürokratischen Einrichtungen und in den neugeschaffenen 11 Stadtteilkomitees wurde alle wesentlichen Entscheidungen getroffen.


Das demokratische Experiment wurde nach wenigen Monaten am 11. Juli 1980 vom türkischen Militär und den Schlägertrupps der „Grauen Wölfe“ blutig beendet.
Tausende Soldaten schwärmten bei der sog. Punkt-Operation in den kleinen Ort aus, Haus um Haus wurde aufgebrochen und durchsucht. Fikris Sönmez Sohn Naci war damals, 1980, als die Panzer kamen und der Rätedemokratie in Fatsa ein abruptes Ende setzten, noch ein Jugendlicher. Er erzählte 2010 der TAZ: „Die Soldaten waren aggressiv, aber auch unsicher. Man hatte ihnen vor ihrem Einsatz in Fatsa erzählt, sie würden dort auf schwer bewaffnete Kommunisten treffen. Sie glaubten tatsächlich, wir hätten Panzer aus Russland, oder die Russen würden über das Meer kommen und uns helfen.“
Der 16-jährige Naci Sönmez wurde gemeinsam mit seinem Vater und vierzig anderen Einwohnern von Fatsa, die man für die kommunistischen Rädelsführer hielt, verhaftet und in einem Militärgefängnis in Amasya interniert. Insgesamt 811 Personen wurden vor einem Militärgericht wegen Fatsa angeklagt. 8 Angeklagte wurden zum Tode verurteilt. Naci Sönmez kam im März 1984 wieder frei, sein Vater überlebte das Gefängnis nicht. Am 4. Mai 1985 verstarb Fikri Sönmez im Gefängnis offiziell an einem Herzinfarkt. „Er hat die Folter nicht überlebt“, sagte sein Sohn Naci Sönmez..
Solingen 1993 – Niemals vergessen – Unutturmayacağız!

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Sie auch: Interview mit Enough is Enough Info-Café: https://enough-is-enough14.org/2018/03/18/interview-mit-eie-info-cafe-das-langfristige-ziel-ist-und-bleibt-natuerlich-der-umbruch-zu-einer-solidarischen-gesellschaft/



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Wuppertal, Café Ada: Erzählcafé zur Geschichte der Linken aus der Türkei

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14.4.2018, 15.00 Uhr ADA, Wiesenstraße 6, 42105 Wuppertal. Erzählcafé zur Geschichte der Linken aus der Türkei: Hoffnungen und Niederlagen. Die 68iger und 78iger Bewegung in der Türkei. Lesung und Erzählcafé mit Doğan Akhanli und Attila Keskin. Es liest Olaf Reitz.
Eintritt frei!
Doğan Akhanlı wurde 1957 als Sohn eines Lehrers in der Provinz Artvin am Schwarzen Meer geboren. Nachdem er 1975 wegen des Kaufs einer linksgerichteten Zeitschrift fünf Monate in Untersuchungshaft gesessen hatte, begann er sich politisch zu engagieren, u.a. in Halkın Kurtuluşu und der TDKP. Nach dem Militärputsch in der Türkei am 12. September 1980 ging er in den Untergrund. Im Mai 1985 wurde Akhanlı zusammen mit seiner Frau Ayşe und dem 16 Monate alten Sohn verhaftet und saß von 1985 bis 1987 als politischer Häftling 2½ Jahre im Militärgefängnis von 1991 floh er nach Deutschland ins politische Asyl. Seit 1995 lebt er als Schriftsteller in Köln
Attila Keskin studierte an der Technischen Universität in Ankara und beteiligte sich 1968 an der Besetzung der Universität. Attila Keskin gründete u.a. mit Deniz Gezmiş, Yusuf Aslan und Hüseyin İnan die „Volksbefreiungsarmee der Türkei“ (THKO). „Wir wollten einen Guerillakrieg führen wie Che Guevara in Südamerika.“ Doch daraus wurde nichts. 1971 wurde die führenden Mitglieder der Gruppe verhaftet und zum Tode verurteilt. Deniz Gezmiş, Yusuf Aslan und Hüseyin İnan wurde 1972 hingerichtet. Attila Keskin blieb verschont. Nach dem Ende der Militärdiktatur 1974 wurde sein Verfahren neu aufgerollt, er kam frei und ging wieder in den Untergrund.. Seine THKO hatte sich in der Zwischenzeit in dutzende maoistische Gruppen und Grüppchen aufgespalten. Er war Mitbegründer und leitender Funktionär von Halkın Kurtuluşu. 1978 ging er in die Bundesrepublik und setzte seine Parteiarbeit fort. In der Türkei hatte am 12. September 1980 erneut das Militär geputscht. Mehr als 650.000 Menschen wurden verhaftet, drei Viertel davon Linksorientierte und Gewerkschafter. Zehntausende flüchteten ins Ausland. Attila Keskin musste sein Traum von der Rückkehr in die Türkei zunächst aufgeben. 1985 wurde er wegen seiner Kritik am Leninismus und Dogmatismus der Partei aus der Organisation ausgeschlossen. Er zog sich ins Privatleben zurück und betrieb zusammen mit seiner Frau ein Obstgeschäft. Er begann zu schreiben. Er ist Verfasser zahlreicher Bücher.
 
Solingen 1993 – Niemals vergessen – Unutturmayacağız!

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50 neue PKK-Ermittlungsverfahren in zwei Monaten

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Reblogged von: ANF.

In den ersten beiden Monaten des Jahres 2018 sind nach Angaben der Bundesanwaltschaft 50 neue Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts auf Mitgliedschaft in der PKK eingeleitet worden.

Die Zusammenarbeit der Bundesregierung mit dem faschistischen Erdoğan-Regime läuft wie geschmiert. Wie ein Sprecher der Bundesanwaltschaft gegenüber DPA bekannt gab, sind im Januar und Februar 2018 rund 50 neue Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts der Mitgliedschaft in der PKK eingeleitet worden. Im Jahr 2017 waren es 136 neue Verfahren. In den Jahren davor hatte es eine leichte Zunahme von 13 im Jahr 2013 auf knapp 36 im Jahr 2016 gegeben.

Bei einem Besuch des türkischen Außenministers Mevlüt Çavuşoğlu bei seinem damaligen Amtskollegen Sigmar Gabriel in der ersten Januarwoche war bereits ein Neuanfang in den Beziehungen zwischen beiden Staaten signalisiert worden. Direkt im Anschluss wurden offenbar auch neue Ermittlungsverfahren gegen Aktivist*innen der kurdischen Befreiungsbewegung eingeleitet.

Die PKK ist seit 1993 in Deutschland verboten. In den letzten zwei Jahren sind in der Bundesrepublik elf kurdische Aktivisten nach Paragraf 129b StGB zu Haftstrafen zwischen zwei und dreieinhalb Jahren verurteilt worden.


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