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Nächtliche Rider-Aktionen in Solidarität mit Gorillas in Deutschland [Amsterdam]

Amsterdam. Niederlande. Wir, Fahrer*innen aus Amsterdam, unterstützen den Kampf unserer deutschen Kolleg*innen. Gestern haben wir gehört, dass Tausende entlassen wurden, weil sie bei Gorillas gestreikt haben. Also sind wir sofort losgezogen, um unsere Unterstützung auf die Amsterdamer Gorillas-Lagerhäuser zu malen. Es ist die zweite nächtliche Solidaritätsaktion.

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Militante Untersuchung in der weißen Fabrik (Krankenhaus) – Part 1

Vorwort

In 1988 wurden Genoss:innen in der BRD inspiriert, nicht zuletzt durch die Krankenpfleger:innenstreiks in den USA und in Großbritannien im selben Jahr. Das Alter des Textes setzt Grenzen für seine aktuelle Anwendbarkeit, aber er kann bei der Diskussion langfristiger Veränderungen im Sektor helfen. Er erlaubt uns auch, die ernsthafte Debatte von damals zu teilen. Wir können darüber nachdenken, ob das Krankenhaus tatsächlich als „weiße Fabrik“ klassifiziert werden kann oder welche grundlegenden Unterschiede es zwischen der Fertigung und der modernen Gesundheitsversorgung gibt. Wir können auch sehen, wie viele Arbeitsaufgaben in der Lohnhierarchie nach unten zu den niedriger bezahlten Rängen verschoben wurden, seit dieser Text geschrieben wurde. Der Text erwähnt, dass „nur Ärzte Blut abnehmen sollen“ und dass Krankenpfleger:innen in einen „Spritzenstreik“ traten – heute ist es zunehmend die Aufgabe von Gesundheitsassistent:innen, diese Aufgaben zu übernehmen. Ein weiterer, scheinbar veralteter Aspekt ist das Entsetzen, mit dem die Genoss:in damals den „Krankenpflege-Papierkram“ sah. Sie hätten sich wohl nicht träumen lassen, dass Krankenpfleger:innen heute ihren Tag damit verbringen, das Innen (Medikation) und Außen (körperliche Messungen) von Patienten zu dokumentieren.

Angry Workers of the World, 15. März, 2021 [Vorwort übersetzt von Riot Turtle]
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Enough Radio: Interview mit FAU-Gewerkschafter*in über den anhaltenden Streik der Erntearbeiter*innen in #Bornheim

Am Dienstag haben wir mit einem FAU-Gewerkschafter*in über der Streik der Erntearbeiter*innen in Bornheim gesprochen.

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#COVID19: Ich will, dass mein Tod euch wütend macht

Minnesota. Wie ist es, Krankenschwester in einer Pandemie zu sein? Die Trauerphasen durchquere ich jeden Tag wie eine Flipperkugel. Die Querschläger und das Schleudertrauma lassen meine Seele müde und geprellt zurück.

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#Amazon Workers International: Erklärung in Zeiten der #Coronavirus #Pandemie

Während die Corona-Virus-Pandemie bereits tausende Menschenleben gekostet hat und noch viele weitere kosten wird, bleiben die Amazon-Lager rund um die Uhr in Betrieb. Regierungen ordnen einerseits Kontaktsperren bzw. social distancing an, andererseits zwingen sie die ArbeiterInnen zur Fortsetzung der Arbeit. Amazon-Pakete werden weiter in Städte geliefert, die aufgrund der hohen Verbreitung des Virus vom Rest der Welt abgeschottet wurden, wodurch die LieferantInnen erhöhter Gefahr ausgesetzt sind.. In Ländern, in denen es in der Öffentlichkeit verboten ist, sich zu versammeln, darf Amazon wie ein „Staat im Staat“ agieren und genießt weiter alle Freiheiten des Marktes, während wir als ArbeiterInnen in geschlossenen Räumen zu Tausenden gefährdet werden. LKW-FahrerInnen und Kuriere, die meist für Subunternehmen tätig sind, transportieren das Corona-Virus zwischen den Lagern. Nicht nur riskiert Amazon, dass wir, die ArbeiterInnen, selbst angesteckt werden, sondern auch dass unsere Familien sich infizieren. Auf diese Weise verbreitet sich der Virus immer weiter in die Gesellschaft.

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#Italien, #Generalstreik am 25. März, USB an die Regierung: Schließt Fabriken und Büros, es gibt nichts Wichtigeres als Gesundheit

Italien. 21. März 2020. Die Gewerkschaft Unione Sindacale di Base (Italienische Basisgewerkschaft, Enough 14) ruft für Mittwoch, den 25. März, zu einem 24-stündigen landesweiten Generalstreik für den gesamten öffentlichen und privaten Sektor auf. Es folgt einige Tweets und der Brief von Unione Sindacale di Base an die Italienische Regierung.

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#Frankreich: Der Streik muss sich ausbreiten

Frankreich. Die Bewegung konnte sich über die Zeit halten. Die Weihnachtsfeiertage konnten mit einer immer größer werdenden Mobilisierung verbracht werden. Das ist natürlich ein gutes Zeichen, aber es ist in der gegenwärtigen Machtbalance noch nicht ausreichend. Es gibt nur noch eine Lösung: den Streik auszuweiten.

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„Ein beeindruckender Tag“ – Rückblick auf den Streik und die Demonstration vom 5. Dezember in #Paris

Am vergangenen Donnerstag beteiligten sich um die 1 Million Menschen in Frankreich an den landesweiten Demonstrationen gegen die Pläne der Regierung, die Rentenversicherung zu „reformieren“, sprich das Eintrittsalter zu erhöhen und die Bezüge zu kürzen. (1) Ausgenommen werden sollen lediglich die Angehörigen der Polizei, wie die Regierung unmittelbar vor dem 5. Dezember erklärte, nachdem auch Gewerkschaftsvertreter der Bullen erklärt hatten, sich an den Protesten beteiligen zu wollen. Arbeitsniederlegungen gab es im Wesentlichen im öffentlichen Sektor, bei der staatlichen Eisenbahn fielen ein Großteil der Züge aus, im Großraum Paris fuhren kaum Metros, viele Buslinien verkehrten ebenfalls nicht. Auch im Flugbetrieb kam es zu Störungen. Ebenfalls umfangreich waren die Arbeitsniederlegungen bei den Lehrer*innen und den Beschäftigten des Gesundheitswesens, letztere kämpfen schon seit Monaten für bessere Arbeitsbedingungen und bessere Bezahlung. Im privaten Sektor kam es kaum zu Streikaktionen, allerdings ruht seit Donnerstag in der Mehrzahl der großen Erdölraffinerien die Arbeit, hier sind die Mehrheit der Malocher*innen in der CGT organisiert und die Belegschaften sind eine der letzten Bastionen der klassischen, kämpferischen Arbeiter*innenklasse. Zugleich wurden landesweit Straßen und Verkehrskreisel blockiert, allerdings in weit geringerem Umfang als zum Vergleich der Anfänge der Gilets Jaunes Bewegung.

Ein Rückblick auf den ersten großen Aktionstag und den Angriff auf die neue „Rentenreform“ aus der Sicht eines Teilnehmers.

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#Paris: Aufruf zu einem internationalistischen Block bei der Demo am ersten Tag des unbefristeten Streiks

Paris. Kurz nach dem historischen und fast vollständigen Streik vom 13. September bei der RATP unterzeichneten fünf Gewerkschaften – UNSA (Sektion Majoritaire), CFE-CGC (Angestellten), FO, Sud RATP (von Solidaires abgestoßen) und Solidaires RATP – eine gemeinsame Erklärung, in der sie ab dem 5. Dezember zu einem unbefristeten Streik aufrufen. Unbegrenzt. Seitdem gab es Dutzende von Aufrufen zur Erneuerung in allen Bereichen, ob öffentlich oder privat. Die Gilets Jaunes und Student*innen gaben bekannt, dass sie sich an den Aktionen beteiligen werden. Am 5. Dezember wird es einen internationalistischen Block bei der Streikdemo in Paris geben. Wir dokumentieren den Aufruf zum internationalistischen Block.

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