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Revolutionär*innen kämpfen mit den Sicherheitskräften – Proteste in #Libanon eskalieren

Revolutionär*innen warfen Steine und Molotovs auf die Sicherheitskräfte und setzten am Wochenende Banken in Beirut, Libanon, in Brand, wobei in den zwei Tagen der Proteste über 460 Menschen verletzt wurden.

Ursprünglich veröffentlicht von KAFEH Twitter account. Übersetzt von Enough 14.

Die Militanten riefen „Revolution“, als sie sich am Sonntag versammelten. Junge Revolutionär*innen versuchten, über Stacheldraht und Zäune zu klettern, um einen stark verbarrikadierten Teil des Zentrums von Beirut zu stürmen, zu dem auch das Parlament gehört. Ein Demonstrant stieß die Cops mit einer Stange über die Absperrungen.

In der Nacht zum Samstag feuerten Riot-Cops brutal Tränengas und Gummigeschosse auf Tausende von Demonstrant*innen. Die Demonstrant*innen, die aus dem Norden, Osten und der Hauptstadt selbst kamen, schlugen die Sicherheitskräfte mit Holzästen und Metallstangen zusammen und zündeten Bengalos und Feuerwerkskörper, während sie Steine und andere Geschosse schleuderten.

Später am Abend jagten Hunderte von Demonstrant*innen, die „Revolution“ skandierten, ein Aufgebot von Riot-Cops in der Nähe des Eingangs einer Moschee und zwangen sie zum Rückzug.

142 ISF ( Innere Sicherheitskräfte ) Mitglieder*innen wurden verletzt, darunter einige mit schweren Gehirnerschütterungen.

Die kürzlich verzögerte Bildung einer neuen Regierung, die sich aus Fraktionen der gegenwärtigen politischen Elite zusammensetzt, wird den Zorn der Protestierenden nicht mindern.

Revolutionär*innen haben sich gegen die politische Elite des Landes versammelt, die den Libanon seit dem Ende des Bürgerkriegs (1975-90) regiert hat.

Der Aufstand begann in Opposition zu den neoliberalen Kürzungen und hat sich seitdem in Richtung eines vollständigen Sturzes des libanesischen Staates gedreht.

Anarchist*innen, darunter die Gruppe Kafeh, haben ihre aktive Beteiligung an den Protesten fortgesetzt. In einem kürzlich erschienenen Twitter-Beitrag erklärte Kafeh, dass sie sich weiterhin aktiv an den Protesten beteiligen: „Die herrschende Bande im Libanon weiß nicht, was sie in den kommenden Wochen erwartet. Wir sind der Alptraum, der ihr Leben erschüttert. Wir sind bereit.“ Kafeh hat auch ein Foto mit anarchistischen Parolen und revolutionären Graffiti an den Bankfronten in Tyre, Libanon, veröffentlicht.


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