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Die Antwort auf die aktuellen Angriffe in Rojava muss “Widerstand lauten” – Vortrag bei Unibesetzung in Jena

Jena. Die Soli-Gruppe Kurdistan in Jena hat  einen Vortrag gemeinsam mit Menschen aus der iranischen Community im besetzten Hörsaal H1 der Friedrich-Schiller-Universität Jena gehalten.

Ursprünglich veröffentlicht von Nûçe Ciwan.

Bei der Besetzung geht es darum, die Abschaffung des einziges Lehrstuhls für Geschlechtergeschichte in Deutschland zu verhindern, gleichzeitig wird sich für mehr Demokratie, gegen den Rechtsdruck und für bessere Löhne der Beschäftigen an der Uni eingesetzt.

Bei dem Vortag wurde eine allgemeine Einführung zu Rojava gegeben. Wie die Revolution dort im Jahr 2012 entstanden ist und die Pfeiler der autonomen Selbstverwaltung Basisdemokratie, Ökologie und Geschlechterbefreiung erläutert. Hierzu wurde zudem darauf eingegangen was diese Revolution für die Menschen in Deutschland bedeuten kann und wie sich die Menschen in Deutschland dazu sinnvoll in Bezug setzen können. Im Anschluss wurde auf die aktuelle Lage in der Region eingegangen und erklärt:

“Seit Ende November werden gezielte Luftangriffe des türkischen Regimes vor allem auf zivile Ziele (Schulen, Krankenhäuser, Getreidesilos, Strom-, Öl- und Gasversorgung) geflogen. Dabei muss festgehalten werden, dass die Türkei als NATO-Partner solche militärischen Entscheidungen nicht alleine treffen kann, sondern ist besonders auf die Zustimmung von den USA angewiesen.”

Nachdem deutlich gemacht wurde, wie das imperialistische Bündnis die Invasion in Rojava unterstützt, verurteilten die Vortragenden der Soli-Gruppe die Angriffe und machten deutlich, dass ihre Antwort “Widerstand lauten muss” der sich auch schon in verschiedenen Aktionen wie Demonstrationen in Jena auf der Straße gezeigt hat.

Im Anschluss folgten Redebeiträge der iranischen Community in der auf die Wichtigkeit gemeinsamer Kämpfe in dieser Zeit verstärkt eingegangen wurde und die Verbindung der Revolution in Rojava und in Rojhilat und Iran hervorgehoben wurde, die derzeit unter dem Slogan “Jin, Jiyan, Azadî” oder in persischer Sprache “Zan, Zendegi, Azadi” unter der Führung der Frauen und Jugend stattfindet.

Abschließend erklärte die Soli-Gruppe-Kurdistan: “Wir wollen uns in der nächsten Zeit weiter mit der iranischen Community vernetzen und stehen solidarisch zur weiter anhaltenden Unibesetzung.”

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