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Kongress abgefackelt nachdem Demonstrant:innen das Gebäude in #Guatemala stürmten

Revolutionär:innen haben am Samstag den Kongress in Guatemala angezündet, nachdem ein neoliberales Haushaltsgesetz einen Aufstand im ganzen Land ausgelöst hatte.

Ursprünglich veröffentlicht von Abolition Media Worldwide. Übersetzt von Enough 14.

Tausende von Menschen strömten auf die Plätze in den Städten und Dörfern in ganz Guatemala und forderten den Sturz des rechten Regimes von Alejandro Giammattei und ein Ende der kapitalistischen Politik, die die wirtschaftliche und politische Elite auf Kosten der armen und indigenen Bevölkerung bereichert.

„Es ist egal, welche Regierung – sie sind alle gleich“, sagte ein Demonstrant.

Der Kongress Guatemalas verabschiedete am Dienstagabend den Haushaltsentwurf, mit dem die eigenen Zuschüsse der Gesetzgeber:innen für Mahlzeiten und andere Ausgaben erhöht und die für die Bekämpfung der Unterernährung bestimmten 25 Millionen Dollar gekürzt wurden, was landesweite Empörung auslöste. Ein späterer Änderungsantrag, der diese Mittel wiederherstellte, konnte den Zorn der Menschen nicht besänftigen.

Bewegungen indigener Überlebender von Völkermord und anderen Gräueltaten während des 36-jährigen Bürgerkriegs in Guatemala haben auch darauf hingewiesen, dass das Budget keine Mittel für eine versprochene Friedenskommission vorsieht, die drei vom Präsidenten geschlossene Institutionen ersetzen soll.

Der Bürgerkrieg in Guatemala begann 1954 mit einem von den USA unterstützten Staatsstreich, durch den das rechte Regime von Carlos Castillo Armas eingesetzt wurde, gefolgt von aufeinander folgenden rechten Diktaturen. Die USA unterstützten weiterhin die Aufstandsbekämpfung und bildeten rechte paramilitärische Gruppen in Guatemala aus, während schätzungsweise 200.000 Menschen von den Streitkräften und rechten Todesschwadronen getötet wurden oder verschwanden.

Die engen Beziehungen zwischen den Rechte in Guatemala und den USA bestehen auch unter dem gegenwärtigen Regime fort, als Trump im Austausch gegen Guatemalas Unterstützung für Trumps faschistische Einwanderungs- und Nahostpolitik die Unterstützung für eine Antikorruptionskommission, die Internationale Kommission gegen Straflosigkeit in Guatemala, zurückzog.

Während der Kongress den Haushalt in der Hauptstadt in halsbrecherischer Geschwindigkeit verabschiedete, überschwemmten die Regenfälle des Tropensturms Iota Regionen, die bereits verwüstet worden waren, als der Hurrikan Eta Anfang dieses Monats über Mittelamerika hinwegfegte.

Tausende befinden sich noch immer in Notunterkünften, von denen einige bestätigte Fälle von COVID-19 aufwiesen.

Mehr als 100 indigene Dorfbewohner:innen wurden nach dem Sturm in mehreren Regionen durch Erdrutsche verschüttet, und die Ernten für den Eigenbedarf wurden in weiten Teilen des Landes zerstört.

Guatemala hat eine der weltweit höchsten Raten chronischer Unterernährung, und die Wirbelstürme haben den Hunger verschlimmert; für viele war die gekürzte Finanzierung der Unterernährung der letzte Strohhalm.

Großbrand im Kongress

Militante kletterten auf das Gebäude, brachen die Eingangstür auf, traten Fenster ein und warfen Brandsätze ein.

Flammen und Rauch schossen mehrere Minuten lang aus den Fenstern, während Militante gerahmte Fotos von Politiker:innen zerstörten.


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