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No Fides: Migration und Militarisierung [Bern, Schweiz]

Vom 15. bis 19. August halten Polizei und Armee in Bern die Übung «Fides» (Vertrauen) ab. Dagegen regt sich Widerstand (nofides.noblogs.org).
Wir werden in den nächsten Wochen in unregelmässigen Abständen hier auf barrikade.info und auf unserem Blog Texte veröffentlichen, die wir zur Thematik lesenwert finden und welche möglicherweise als Grundlagen für Diskussionen dienen können. Dabei teilen wir nicht immer zu hundert Prozent alle Inhalte der publizierten Texte. Es geht uns in erster Linie darum, Grundlagen für Diskussionen zu schaffen.

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Adbusting: Menschen in einer brandneuen Uniform umbringen!

Berlin. Adbusting: Killing people in a brand new uniform! Am 09. Mai ist der selbsternannte Europatag der Europäischen Union. Doch anlässlich dieser „Feierlichkeiten“ sah sich eine anonyme Aktionsgruppe gezwungen dies nicht unkommentiert zu lassen: heute morgen erschienen an mehreren Bushaltestellen in unmittelbarer Nähe zur CDU und SPD Parteizentrale in Berlin Werbeplakate im Namen der europäischen Grenzschutzagentur FRONTEX, die die neue, einheitliche Uniform  präsentieren, die 1A zum illegalen pushbacken geeignet ist .  Dabei ist die Aktionsgruppe dem Aufruf des Frontex Foto Wettbewerbs gefolgt und hat die  Realität menschenverachtender Handlungen von Frontex deutlich gemacht. Auf den Plakaten wird die Realität an den europäischen Außengrenzen mit dem Spruch „Killing people in a brand new uniforms“  benannt.

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#WhereAreThey: Im Gedenken an die Menschen, die bei dem Versuch, Europa am 9. Februar 2020 zu erreichen, ums Leben kamen

Um 04.09 Uhr am 9. Februar 2020 erhielt die Notrufzentrale Alarm Phone einen Anruf, der sich zunächst nicht von den Dutzenden anderer unterschied, die die Organisation jedes Jahr erhält. (Im Jahr 2019 haben 101 Boote mit über 6.200 Menschen an Bord das Alarm Phone um Hilfe gebeten, im Vergleich zu nur 27 Booten im Jahr 2018). Eine Gruppe von 91 Menschen saß vor Garabulli, Libyen, auf einem leck geschlagenen schwarzen Schlauchboot fest. Sie gaben ihre GPS-Koordinaten an Alarm Phone, das die Informationen ordnungsgemäß an die italienischen, maltesischen und libyschen Behörden weiterleitete. Um 05.35 Uhr riefen die Passagiere erneut an – und dann war es still. Man hat nie wieder etwas von den Menschen an Bord gehört.

Bild oben: Das leergelaufene Schlauchboot, das vermutlich zu den 91 Menschen gehört, die am 9. Februar 2020 im Mittelmeer verschwanden. (Quelle: Frontex)

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