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Frankreich – Ein Versuch aus der Misere in den Angriff zu kommen

Frankreich. Die Gilets Jaunes als Bewegung sind tot. So oft ist das schon behauptet worden, von den politischen Eliten und den politischen Kommentatoren. Barrikaden mitten auf den Champs Elysees, geplünderte Luxusshops und Bullen in panischer Flucht im Steinhagel haben diese Behauptungen immer und immer wieder Lügen gestraft. Die Gilets Jaunes sind tot. Nun vielleicht ist es jetzt nun wirklich so weit, jede Bewegung stößt irgendwann an ihre gesetzmäßigen Begrenzungen oder mutiert zu einem Organisationsfetisch.

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Pandemie Kriegstagebücher – Kronstadt 21 – Part1

Sebastian Lotzer und Giorgio Agamben

Vielleicht stellte jemand Spekulationen über unseren Aufstand an. Das geschieht immer in solchen Fällen, aber ich muss sagen, dass das nutzlos war. Stellen wir keine Mutmaßungen darüber an, was hätte geschehen können, wenn die Ereignisse eine andere Wendung genommen hätten, denn alles hätte passieren können, und wir konnten nichts vorhersehen. Aber so lange sie noch lebten, waren die Kronstädter nicht bereit, anderen die Initiative zu überlassen, wer immer es auch sei”

Stepan M. Petritschenko, Maat der Petropawlowsk.
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Die Waffe der Kritik kann nicht die Kritik der Waffen ersetzen

“das in dem milieu, in dem wir kämpfen – postfaschistischer staat, kosumentenkultur. metropolenchauvinismus, massenmanipulation durch die medien, psychologische kriegsführung, sozialdemokratie – dass gegen die repression, mit der wir es hier zu tun haben, empörung keine waffe ist. sie ist stumpf und hohl. wer wirklich empört, also betroffen und mobilisiert ist, schreit nicht, sondern überlegt sich, was man machen kann”

kassiber von ulrike meinhof, märz 1976
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Der Aufkommende #Pandemie Faschismus – Splitter der Dissonanz

27.03.2020. In jedem Berliner Park eine Wanne. Die Besatzungen beäugen misstraulisch jede Aktivität Derjenigen, die sich in die Frühlingssonne gewagt haben. Drei Fußball spielende Kinder sind ein Grund einzuschreiten. Wir haben schon vor Jahren gelernt, ab Drei ist man eine terroristische Vereinigung.

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Danach

Wir werden das schaffen. Wir bleiben Zuhause. Wir alle müssen Verantwortung übernehmen. Das Wir hat dieser Tage, in den Zeiten eines grassierenden Pandemie Totalitarismus Konjunktion. Ein Großteil der Linken sublimiert sich unter diesem Wir.

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#Bologna in Zeiten des #Coronavirus – Das Wu Ming Tagebuch

Schon länger spüre ich in mir das Bedürfnis nach einem gesunden Abstand (was für ein Euphemismus dieser Tage) zu dem Großteil dessen, was sich in diesem Lande die radikale Linke nennt. Und überfiel mich nach Chemnitz, nach Halle, nach Hanau tiefe Scham, wenn ich jene Pflichtübungen besuchte, die sich frei von Hass und ehrlicher Trauer durch die “Szenebezirke” hindurchschlängelten, nichts hinterlassend als eine kurze Meldung in den Regionalnachrichten, so stellte ich am Abend des 19. Februar das erste Mal fest, dass die ganze Angelegenheit mich zu ekeln begann.

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„Ein beeindruckender Tag“ – Rückblick auf den Streik und die Demonstration vom 5. Dezember in #Paris

Am vergangenen Donnerstag beteiligten sich um die 1 Million Menschen in Frankreich an den landesweiten Demonstrationen gegen die Pläne der Regierung, die Rentenversicherung zu „reformieren“, sprich das Eintrittsalter zu erhöhen und die Bezüge zu kürzen. (1) Ausgenommen werden sollen lediglich die Angehörigen der Polizei, wie die Regierung unmittelbar vor dem 5. Dezember erklärte, nachdem auch Gewerkschaftsvertreter der Bullen erklärt hatten, sich an den Protesten beteiligen zu wollen. Arbeitsniederlegungen gab es im Wesentlichen im öffentlichen Sektor, bei der staatlichen Eisenbahn fielen ein Großteil der Züge aus, im Großraum Paris fuhren kaum Metros, viele Buslinien verkehrten ebenfalls nicht. Auch im Flugbetrieb kam es zu Störungen. Ebenfalls umfangreich waren die Arbeitsniederlegungen bei den Lehrer*innen und den Beschäftigten des Gesundheitswesens, letztere kämpfen schon seit Monaten für bessere Arbeitsbedingungen und bessere Bezahlung. Im privaten Sektor kam es kaum zu Streikaktionen, allerdings ruht seit Donnerstag in der Mehrzahl der großen Erdölraffinerien die Arbeit, hier sind die Mehrheit der Malocher*innen in der CGT organisiert und die Belegschaften sind eine der letzten Bastionen der klassischen, kämpferischen Arbeiter*innenklasse. Zugleich wurden landesweit Straßen und Verkehrskreisel blockiert, allerdings in weit geringerem Umfang als zum Vergleich der Anfänge der Gilets Jaunes Bewegung.

Ein Rückblick auf den ersten großen Aktionstag und den Angriff auf die neue „Rentenreform“ aus der Sicht eines Teilnehmers.

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#GiletsJaunes: Ein Strategisches Essay zum Wochenende des 16./17. November in #Paris

Für das kommende Wochenende mobilisieren die Gilets Jaunes anlässlich des ersten Jahrestages des Beginns ihrer Bewegung landesweit nach Paris. Angekündigt sind Aktionen auf den Champs Elysees, Besetzungen, spontane Demos,…

Gelang es im Nov/Dez letzten Jahres den Staatsapparat wiederholt zu überraschen, Schneisen der Verwüstung in den nobelsten Vierteln der Innenstadt zu schlagen, Luxusgeschäfte und Juwelierläden zu plündern (allein bei Dior wurde Schmuck im Wert von 2 Mio entwendet), und an vielen Stellen Bulleneinheiten in die Flucht zu schlagen, dürfte der Sicherheitsapparat an diesem Wochenende wesentlich besser vorbereitet und aufgestellt sein. Hier nun die Übersetzung der Überlegungen einiger Gilets Jaunes, die ursprünglich auf Paris Luttes Infos veröffentlicht und von mir übersetzt wurden.

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#Katalonien: Dies ist ein antifaschister Kampf, nicht nur ein Kampf um Unabhängigkeit

Ein Interview mit zwei jungen Anhänger*innen der „katalanischen Bewegung“ über die jüngste Entwicklung. Das Interview entstand am 22. Oktober.

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#Chile: Staatlicher terror und rebellion

Eiszeit dokumentiert einen Text eines Genossen aus Chile, der über die brutale Repression des Staates schreibt und uns mit unzähligen historischen Beispielen aus der chilenischen Region erinnert: Die Staatsmacht ist nie neutral, sie gehört bekämpft und abgeschafft.

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