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Pandemie Kriegstagebücher – Time Collapse (Classwar)

Sebastian Lotzer / Sergio Bologna

Wenn die Wahrheit zu schwach ist, sich zu verteidigen, muss sie zum Angriff übergehen

Bertolt Brecht
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Riot Turtle: Vorbereitung auf die nächste Phase des sozialen Krieges

Wuppertal. 26. Mai. 2020. Nun werden also die sogenannten Kontaktverbote immer mehr gelockert. An den meisten Arbeitsplätzen hat es sie ohnehin nie gegeben, nur das soziale Leben wurde vom deutschen Staat komplett zerstört. Das ist eigentlich nicht verwunderlich, denn die ganze Aufführung, der Auftakt, der erste Akt und der nun begonnene zweite Akt, wurde zum Schutz der Wirtschaft aufgeführt. Das mag seltsam klingen, ist es aber nicht.

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Pandemie Kriegstagebücher – Kronstadt 21 – Part1

Sebastian Lotzer und Giorgio Agamben

Vielleicht stellte jemand Spekulationen über unseren Aufstand an. Das geschieht immer in solchen Fällen, aber ich muss sagen, dass das nutzlos war. Stellen wir keine Mutmaßungen darüber an, was hätte geschehen können, wenn die Ereignisse eine andere Wendung genommen hätten, denn alles hätte passieren können, und wir konnten nichts vorhersehen. Aber so lange sie noch lebten, waren die Kronstädter nicht bereit, anderen die Initiative zu überlassen, wer immer es auch sei”

Stepan M. Petritschenko, Maat der Petropawlowsk.
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RASH #Wuppertal: Redebeitrag auf der „Wuppertal von links“ Kundgebung auf dem Laurentiusplatz [23. Mai, 2020]

Wuppertal. 23. Mai. 2020. Redebeitrag von RASH Wuppertal, auf der „Wuppertal von links“ Kundgebung auf dem Laurentiusplatz.

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Das alltägliche Blutbad der Ausbeutung

Die neue Wirklichkeit

Jemand meinte einmal, die Unterdrückbarkeit des Menschen kenne keine Grenzen. Der Mensch ist ein Gewöhnungstier und nach einem kurzen Schock, scheint er sich an jeden Zustand anpassen und gewöhnen zu können, egal wie erniedrigend und beengend dieser auch sein mag. Eine Weltbevölkerung unter Quarantäne, Regieren per Ausnahmezustand, Verbot jedes sozialen Lebens – und nach einigen Wochen fühlt es sich schon fast normal an. Man gewöhnt sich an die Einschränkungen – an das Home Office ebenso wie an den Verlust der Bewegungsfreiheit. In dieser harten Stunde rücken wir zusammen, zeigen uns einsichtig und zollen der Kanzlerin Respekt, dass sie den Schutz der Gesundheit über den Schutz der Wirtschaft stellt…

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Pandemie Kriegstagebücher – Erinnern

Sebastian Lotzer

Der Kampf gegen Gipfel vermag ein Menschenherz auszufüllen. Wir müssen uns Sisyphos als einen glücklichen Menschen vorstellen.

Albert Camus
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Über das Enough Info-Café in Zeiten des #coronavirus Teil 4: „Eine inspirierende Woche“

Wuppertal. Eine vierte Erklärung von einigen Aktiven des Enough Info-Cafés zu Zeiten des Coronavirus. Wie erwartet gefiel unsere vorherige Erklärung nicht allen. Aber das war nicht wirklich überraschend. In der vergangenen Woche starteten wir ein gegenseitiges Hilfsprojekt (Mutual Aid) mit dem Cars of Hope Kollektivs, und es lief ziemlich gut.

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„Ungehorsam, dank dir werde ich überleben“

(La Paz, 17. März 2020, Radio Deseo).- Ich habe Corona. Denn auch wenn es scheint, als sei die Krankheit noch nicht in meinem Körper angekommen, hat sie bereits Menschen erreicht, die ich liebe. Weil das Coronavirus die Städte durchwandert, die ich in den vergangenen Wochen besucht habe; weil das Coronavirus wie mit dem Fingerschnipsen alles, absolut alles, verändert hat, als sei ein Wunder, besser, eine Katastrophe eingetreten, eine Tragödie ohne Heilmittel. Egal wo du hinkommst – es war schon vor dir da. Heutzutage lässt es sich an nichts denken, ohne das Virus mit einzubeziehen. Es scheint, als hätte nicht nur ich Corona. Nein, wir alle haben Corona. Alle Institutionen, alle Länder, alle Stadtteile und alles, was wir tun.

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Pandemie Kriegstagebücher – Corona Burnout

Sebastian Lotzer / Jérôme Baschet

Wir schreiben den 18. Mai 2020. Captain Lotzer an Logbuch: Während immer noch große Teile der linken Blase brav zuhause hocken und verzweifelt darauf warten, dass ihnen die Regierung hoch und heilig verspricht, dass es jetzt wirklich sicher sei, die Wohnung oder das Hausprojekt wieder zu verlassen, treiben die meisten Deutschen ganz andere Sorgen um.

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Pandemie Kriegstagebücher – Von Mäusen und Menschen

Sebastian Lotzer / Wu Ming

Bücher helfen ei’m nich. Jeder Mensch braucht ’n andern – jemand, der in der Nähe is.‘ Weinerlich fuhr er fort: ‚Ein Mensch geht kaputt, wenn er niemand hat. Macht keinen Unterschied, wer’s is, wenn man nur jemand hat. Kann dir sagen‘, rief er erregt, ‚man wird sonst zu einsam und wird elend.

John Steinbeck- Von Mäusen und Menschen
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