Enough 14 organisiert keine dieser Veranstaltungen, wir veröffentlichen diese Texte, damit Menschen in den USA und Europa sehen können, was passiert. Dieser Texte werden nur zur Dokumentation veröffentlicht.
Die Gräueltaten auf der Balkanroute und im Mittelmeer sind seit Jahren ein täglicher Praxis, und jeder in Europa weiß das. Nun ist Moria abgebrannt, und es war kein Unfall. Ein persönlicher Bericht über die Balkanroute: An europäische Politiker:innen zu appellieren macht keinen Sinn.
Lesbos. Griechenland. Am 26. August 2020 traten etwa 60 überwiegend arabischsprachige Häftlinge im Abschiebegefängnis von Moria (PRO.KE.K.A.) in den Hungerstreik. Seit dem 5. März ist Griechenland aufgrund der Covid-19-Pandemie nicht mehr in der Lage, Abschiebungen in die Türkei durchzuführen. Die Gefangenen wurden 174 Tage lang ihrer Freiheit beraubt, während derer eine Abschiebung – der einzige Grund für ihre Inhaftierung – unmöglich war. Sie werden ohne Rechtfertigung unter Bedingungen eingesperrt, die sie zur Verzweiflung treiben sollen.
Während u.a. die CDU und SPD gestern in Wuppertal gegen rechte Gewalt auf die Straße gingen, wurden an der EU Außengrenze Geflüchtete mit Tränengas beschossen, geschlagen und mit Warnschüssen eingeschüchtert. 2016 war neben Erdogan, auch Merkel maßgeblich an dem EU/Türkei Deal beteiligt. Die SPD hat es damals als treuer Koalitionspartner mitgetragen und tut dies auch heute noch. Schon damals wurde gewarnt, dass Erdogan die Geflüchteten als Druckmittel einsetzen würde.
Für ein würdiges Leben zu kämpfen ist ein Recht, keine Straftat!
Das City Plaza (Geflüchteten Unterkunft und Solidaritäts Zentrum) erklärt seine Unterstützung und Solidarität mit den 35 Asyl-Bewerber*innen aus dem Moria Geflüchteten Camp auf Lesvos, die am 18ten Juli 2017, in Folge von friedlichen Protesten ungerechtfertigt festgenommen worden, ebenso wie mit den 8 Asyl-Bewerber*innen aus dem Petrou Ralli Gefangenenlager. Diese waren bei dem Versuch mit der Lager Leitung über die Haftbedingungen zu sprechen extremer Polizei Gewalt ausgesetzt und erwarten nun ein Verfahren.
An dem zweiten Tag eines Protests an dem Hunderte Insassen des Moria Hotspots auf Lesvos teilnahmen, intervenierte die griechische Polizei gewaltsam und nutzzte Tränen gas um die friedliche Mobilisierung aufzulösen. Diese Intervention war so gewaltsam, dass Amnesty International und andere Menschenrechtsorganisationen sofort ein Statement veröffentlichten, dass den exzessiven Gebrauch von Gewalt seitens der griechischen Polizei verurteilte. Die Polizei führte in Folge dessen eine Razzia in dem afrikanischen Sektor Morias durch, in dem die Lebensbedingungen die schlimmsten des gesamten Camps sind, und verhafteten 35 Bewohner*innen die für ihre Versuche Opposition gegen die inhumanen Haftbedingungen laut zumachen bekannt sind. Diese sind seit dem inhaftiert (in Chios und Athen) und erwarten ihr Verfahren am 20ten April 2018 in Chios.
Laut des Legal-Teams die die Moria 35 vertreten, nahmen einige der Angeklagten weder teil an den friedlichen Protesten, noch waren sie vor Ort als die Polizei eingriff. Die Moria 35 wurden alle den gleichen Anklagen unterworfen, darunter Brandstiftung, Widerstand gegen Festnahme, versuchte Angriffe, Ausschreitungen, Beschädigung von Brivateigentum und Störung des öffentlichen Friedens. Dies impliziert, dass diese Verhaftungen durchgeführt wurden um Geflüchtete einzuschüchtern und daran zu hndern, sich gegen die Lager Bedingungen auszusprechen und nicht auf Grundlage einzelner Handlungen der Angeklagten. Diese Prozesse sind nicht nur unfair: sie werden genutzt als exemplarische Bestrafungen um andere Geflüchtete in Moria davon abzuhalten, sich gegen die fürchterlichen Bedingungen zu wehren und sie zu bekämpfen. Die Situation wurde von der „Free Moria 35“ Kampagne konstant angeprangert, in der die Ungerechtigkeit dieser Verhaftungen und der Gewalt durch die griechische Polizei hervorgehoben wird. Das City Plaza (Refugee Accomodation and Solidarity Space) prangert außerdem die ungerechten Verhaftungen der 8 Asyl-Bewerber*innen in dem Gefangenenlager Petrou Ralli an. Am 31ten Mai 2017, haben Geflüchtete die in dem Lager festgehalten wurden gebeten mit der leitung zu sprechen um über ihre Haftprozesse informiert zuwerden. Anstatt ihnen diese Anfrage zu gewähren, führte die griechische Polizei einen gewaltsamen Angriff durch, der zu mehreren Krankenhausaufenthalten führte. Um dieses ungerechtfertigte Brutalität zu vertuschen, fabrizierten die involvierten Beamt*innen ein Verfahren gegen die Geflüchteten und behaupteten diese hätten versucht aus der Haft zu entkommen und hätten sich dabei selbst verletzt. Seit dem befinden sie sich im Gefängnis und erwarten ihren Prozess am 27ten April 2018 in Athen, die Anklagen beinhalten Widerstand gegen Autoritäten, versuchter Angriff und mitführen gefährlicher Gegenstände.
Die Moria 35 und die Petrou Ralli 8 werden dafür bestraft sich gegen die schrecklichen Bedinungen der Festung Europa aufzulehnen und ein Grenz Regime anzufechten, welches sich auf systematische Inhaftierung und die Unterzeichung von Deals stützt, die darauf abzielen Geflüchtete in inhumane Grenzzonen wie die auf Lesvos seit dem EU-Türkei Deal ungerechtmäßig festzusetzen. Diese Prozesse sind Teil einer größeren Strategie die die schrecklichen Erfahrung Geflüchteter und ihre politischen Kämpfe nach Gerechtigkeit und das Recht auf Bewegung zum Schweigen und auslöschen soll. Das City Plaza steht in Solidarität mit den Geflüchteten der Moria 35, den Petrou Ralli 8 und allen anderen Geflüchteten die um ihre Rechte kämpfen!
Wir rufen alle solidarischen Kollektive in Griechenland und überall in der Welt auf mit den Geflüchteten dieser zwei wichtigen Verfahren zu stehen, auf Chios am 20ten April und in Athen am 27ten April.
Steffen ist zum ersten Mal für Cars Of Hope im Einsatz und hat nun seine Familie und Freunde um Hilfe gebeten. Dafür hat er einen Text verfasst, der unsere Arbeit und die Lage auf Lesbos und speziell in Moria so gut beschreibt, dass wir ihn nun auch hier veröffentlichen wollen.
Hallo liebe Familie und Freunde,
ich möchte euch gerne davon berichten, dass Lena und ich über Ostern mit der Gruppe „Cars of Hope“ zu einem humanitären Einsatz nach Lesbos fliegen werden, bei dem wir den Menschen in dem Flüchtlingslager Moria und dem davor entstandenen wilden Camp helfen möchten. Der ein oder andere von euch hat vielleicht schon von den Zuständen auf Lesbos gehört. Und wenn jemand den Einsatz dort finanziell unterstützen möchte, dann ist dies auch herzlich willkommen! 😉
Wer sich das Lesen sparen möchte, kann sich auch hier die Kurzform als Video angucken:
Warum Lesbos – was ist da los?
Die griechische Insel Lesbos liegt unmittelbar vor der Türkei und dient als Sammellager, in dem Flüchtlinge, die in die EU möchten, ausharren müssen, bis über sie entschieden wird, ob sie in der EU Asyl bekommen oder abgeschoben zurück in die Türkei abgeschoben werden.
Die Versorgung und Lebensumstände dort sind katastrophal und wenn ich bedenke, dass die Menschen dort wie in Gefängnissen verweilen müssen, weil die EU-Politik vorsieht, sie möglichst vom europäischen Festland fern zu halten, dann ist das für mich als EU-Bürger auch beschämend.
Das Lager Moria war für etwa 2000 Personen ausgelegt, derzeit leben dort über 5000 Geflüchtete. Entsprechend sind auch die hygienischen Zustände. Aktivisten sowie Geflüchtete berichten auch häufig davon, dass es nur wenige Stunden am Tag Wasser gibt und der Grundbedarf an Wasser und Lebensmitteln bei Weitem nicht gedeckt ist.
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Was wollen wir auf Lesbos tun?
Aktivist*innen von Cars of Hope (COH) waren schon mehrmals auf Lesbos und wissen daher, woran es den Menschen vor Ort konkret mangelt. Entsprechend sammelt COH Hilfsgüter wie z.B. Schuhe, Unterwäsche, Herrenhosen. Diese werden palettenweise per Schiff nach Lesbos geschickt, wo wir diese Hilfsgüter sowie Lebensmittel an Bedürftige verteilen.
Ein anderer Arbeitsbereich ist es, Menschen vor Ort zu begleiten. Dies kann manchmal ein offenes Ohr sein und die Botschaft, dass die Geflüchteten auf Lesbos nicht von der Welt vergessen worden sind. Dies kann aber auch die Begleitung zu Arztbesuchen sein oder Hilfe dabei, weitere Schritte zu planen (Weiterreise nach Athen bei positivem Asylbescheid, die Suche nach juristischem Beistand…). COH arbeitet mit den Geflüchteten vor Ort zusammen und versucht konkret Einzelpersonen bzw. Familien bei dem zu helfen, wo sie gerade Not haben. Bei dem letzten Einsatz war dies z.B. eine Familie, die für ihr Neugeborenes keinerlei Windeln, Kleider oder sonstige Utensilien hatte. Diese haben COH-Aktivisten dann besorgt.
Zu guter Letzt möchten wir auch auf die Zustände auf Lesbos aufmerksam machen. Je mehr Menschen davon wissen, desto wahrscheinlicher werden strukturelle Veränderungen, die wir als Einzelpersonen nicht bewirken können.
Den ganzen April über werden Mitarbeiter von COH auf Lesbos sein. Lena und ich werden vom 31.03.-06.04. die Arbeit dort unterstützen.
Cars of Hope – wer ist das?
Cars of Hope (COH) ist eine kleine Organisation, bestehend aus ganz unterschiedlichen Personen aus Wuppertal und Umgebung, die Geflüchteten helfen möchten. Dies sind u.a. Berufstätige, Studierende und teils auch Geflüchtete, die selbst erst vor kurzem nach Deutschland gekommen sind und praktischerweise Arabisch, Kurdisch und andere Sprachen sprechen, die die Muttersprachen der Geflüchteten auf Lesbos sind.
2015 wurde die Organisation gegründet, um Flüchtlingen auf der Balkanroute mit Autos Lebensmittel und Kleidung zu bringen (daher der Name „Cars of Hope“). COH hilft Geflüchteten unbürokratisch und auf Augenhöhe. Dabei arbeitet COH mit vielen anderen Hilfsinitiativen zusammen, bspw. mit Warenhäusern auf Lesbos bei der Verteilung der Hilfsgüter.
Derzeit befindet sich der gegründete Verein Hopetal in dem Prozess, gemeinnützig zu werden. Da dies ein längerer juristischer Prozess ist, kann COH derzeit leider noch keine Zuwendungsbestätigungen (Spendenquittungen) ausstellen.
Mehr grundlegende und auch immer wieder aktuelle Informationen gibt es unter
Je mehr finanzielle Mittel wir haben, desto mehr können wir auch vor Ort helfen. Wenn du unseren Einsatz auf Lesbos finanziell unterstützen möchtest, würden wir uns darüber sehr freuen.
Die Arbeit von COH ist mit verschiedenen Kosten verbunden. Dies sind u.a.
– Hilfsmittel wie Hygieneartikel, Wasser, Lebensmittel, die wir vor Ort kaufen,
– Transportkosten der Hilfsgüter (der Transport einer Palette kostet zwischen 250 und 300 Euro),
– Reisekosten nach Lesbos und die Unterkunft dort (nicht jeder Mitarbeiter*in kann für die Kosten komplett selbst aufkommen, wir versuchen immer, die möglichst günstigste Variante zu buchen).
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Hinweis: Die auf unserem Blog veröffentlichten Artikel werden ausschließlich zur Dokumentation publiziert.
Publiziert durch Enough is Enough (EiE).
Ein Interview mit den Wuppertaler Aktivistinnen Vicky & Lena von Cars Of Hope Kollektiv, die im April nach Lesbos reisen, um dort Geflüchtete zu unterstützen.
EiE: Das ist ja schon etwas anderes, als hier jemanden zum Amt zu begleiten. Was hat euch persönlich dazu gebracht sich so für Geflüchtete einzusetzen?
Vicky: Im Winter 2015 erreichten uns die Bilder von den sogenannten Hotspots auf der Balkanroute. Ich sah die vielen Frauen und Kinder und wusste sofort, dass ich nicht einfach nichts tun kann. Für mich persönlich ist es auch überhaupt nichts besonderes, auch wenn ich weiß, dass sich die wenigsten ins Camp Moria auf Lesbos schleichen, um dort die Zustände zu dokumentieren. Was ich meine ist die Menschlichkeit, die für mich einfach selbstverständlich ist. Ich kann mich nicht gut fühlen, wenn ich weiß, dass Menschen woanders so leiden müssen. Und mir ist vollkommen klar, dass ich allein gegen das Elend der Welt wenig ausrichten kann, aber das ist für mich absolut kein Grund einfach nichts zu tun. Es geht mir ja auch um mich selbst. Was für ein Mensch möchte ich sein? Welche Werte möchte ich anderen vermitteln?
Lena: Mich hat es sehr berührt die Geschichte von bereits in Deutschland angekommenen Geflüchteten kennenzulernen. Mir war sehr wohl bewusst, dass die Flucht kein gemütlicher Sonntagsspaziergang ist. Durch ein paar Freunde von mir, die auf der Balkanroute und auf Lesbos waren, habe ich mitbekommen, dass man den Flüchtenden, in dieser schweren Situation, konkret helfen kann. Ein Bericht über die Arbeit von Cars of Hope auf Lesbos bestärkte mich in meinem Wunsch, selber die Situation auf Lesbos kennenzulernen und etwas dagegen zu tun. Es scheint in Vergessenheit geraten zu sein, dass es Menschen wie du und ich sind, die in den Camps auf Lesbos ausharren. Das gilt es wieder in den Fokus zu rücken.
EiE: Ihr wart im Winter noch auf Lesbos. Warum jetzt schon wieder?
Vicky: Die Situation auf Lesbos ist nach wie vor mehr als katastrophal. Und das Schlimmste daran ist, dass es dort keine Notsituation oder akute Katastrophe gibt, sondern dass das Leiden gewollte Politik ist. Eine Politik, die der Abschreckung neuer Flüchtlinge dienen soll.
Es mangelt an nahezu allem für die tägliche Grundbedürfnisse eines Menschen: Nahrung, Wasser, sanitäre Einrichtungen, trockene Schlafgelegenheiten, Wärme, Medizin und ärztliche Versorgung. Und das ist nur der Anfang einer langen Liste.
EiE: Lena, für dich ist es das erste Mal. Was geht dir durch den Kopf, wenn du an diesen Einsatz denkst?
Lena: Ich muss sagen, dass ich ein gutes aber auch mulmiges Gefühl habe, wenn ich an den bevorstehenden Einsatz denke. Es stimmt mich positiv zu wissen, dass ich ganz konkret Menschen helfen kann, die wirklich Hilfe brauchen.Es ist für mich wirklich gut zu wissen, dass ich mit einem Team nach Lesbos fahre indem sich einige schon sehr gut mit der konkreten Situation auskennen, dadurch, dass sie schon einmal vor Ort geholfen haben. Wenn ich die Bilder und die Berichte von den letzten Einsätzen anschaue, weiß ich aber auch, dass es nicht einfach wird, bei all der Not einen Anfang zu finden und zu sehen, dass das, was man tut, etwas bewirkt. Ich glaube, dass es nicht einfach wird, die Zustände auf Lesbos mit eigenen Augen zu sehen und damit klar zu kommen, dass diese durch die Europäische Union, von der Deutschland ein Teil ist, einfach hingenommen werden.
EiE: Wie genau werdet ihr vor Ort arbeiten?
Vicky: Wie immer wollen wir sehr eng mit den Geflüchteten zusammen arbeiten. Das bedeutet, dass wir mit den Menschen, die in Moria leben, in Kontakt treten, fragen was sie brauchen und dann versuchen wir das zu besorgen.
Ein weiterer Schwerpunkt liegt natürlich auch auf der Dokumentation der Situation vor Ort. In den Medien findet man erschreckend wenig darüber.
Lena: Wir haben bereits hier in Deutschland einige Sachspenden in Form von Kleidung gesammelt, um diese nach Lesbos zu verschiffen und sie an die Geflüchteten zu verteilen. Insbesondere Schuhe und Unterwäsche werden dringend benötigt.
EiE: Habt ihr bereits konkrete Ziele, die ihr auf Lesbos umsetzen wollt?
Vicky: Oh ja! Es gibt Kontakte zu anderen Gruppen, die wir gern unterstützen wollen, zum Beispiel Refugee4Refugees und das Attika Warenhaus. Außerdem wollen wir auch Kontakte zu anderen Gruppen aufnehmen, um die Vernetzung der Hilfsstrukturen auf Lesbos zu verbessern. Einige von uns wollen außerdem an einer Art Leitfaden basteln, der neuen Volunteers und Interessierten einen Überblick über die Situation auf Lesbos bieten soll.
Wir werden auch wieder versuchen Interviews mit Geflüchteten zu führen, um ihre Position zu verdeutlichen und ihnen eine Stimme zu verleihen.
Lena: Über diese Arbeit hinaus möchten wir insbesondere die Familien in den Camps unterstützen. Wir möchten dabei helfen, ihren Grundbedarf an Lebensmitteln, Kleidung und Hygieneartikeln, z.B. Windeln, zu decken. Für mich persönlich ist es ein Ziel, nicht nur den Bedarf an Sachgütern zu decken, sondern für die Familien ein offenes Ohr zu haben und ihnen zu zeigen, dass sie nicht vergessen worden sind. Dass es noch Menschen gibt, denen das Wohlergehen dieser Familien wichtig ist!
EiE: Diese Hilfseinsätze kosten ja eine Menge Geld. Wie finanziert ihr das alles?
Vicky: Wir finanzieren uns ausschließlich über Spenden, denn nur so können wir unabhängig bleiben. Wir versuchen so transparent wie möglich zu arbeiten. Dafür nutzen wir vor allem das Internet und die sozialen Netzwerke. Dort informieren wir sehr regelmäßig über unsere Arbeit, unsere Fortschritte und unsere Ideen für die Zukunft. Nur wer das, was wir tun, gut findet, spendet.
EiE: Wie kann man euch denn unterstützen?
Vicky: Da gibt’s sehr unterschiedliche Möglichkeiten. Man kann Fördermitglied bei dem Verein Hopetal werden und so mit einem regelmäßigen, monatlichen Beitrag unsere Arbeit unterstützen. Genauso ist natürlich auch eine einmalige Spende möglich.
Am 24.3. gibt’s außerdem noch die Möglichkeit uns das Geld direkt in bar zu geben. Ab 16 Uhr findet im ChouChous in der Brunnenstraße 41 die Veranstaltung “Im Gespräch mit Cars Of Hope” statt. Dort werden wir auch noch einmal ausführlich darüber berichten, wie wir auf Lesbos arbeiten.
In Kürze sind wir dann auch regelmäßig in der Wiesenstraße 48 in der Wuppertaler Nordstadt anzutreffen. Dort eröffnet Anfang Mai das Vereinslokal von Hopetal e.V., der Verein, der uns unterstützt.
Lena: Man kann uns aber nicht nur mit finanziellen Mitteln unter die Arme greifen, sondern ebenso viel helfen, indem man weiter verbreitet, was Cars of Hope macht. Ganz konkret kann das heißen, dass man bei Facebook oder Twitter unsere Beiträge teilt und fleißig den „Gefällt mir“ Button drückt und/oder seinen Bekannten und Freunden von unserer Arbeit berichtet. Damit helft ihr nicht nur Cars Of Hope sondern tragt dazu bei, dass die Situation in den Camps auf Lesbos publik wird und das Wegschauen aufhört.
Ihr seid alle herzlich willkommen ein Teil von Cars of Hope zu werden und euch bei unserer Arbeit miteinzubringen. Wir freuen uns auf euch!
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SŪNZǏ BĪNGFǍ NR. #43 – 13. Dezember 2022 ALS PDF DATEI: Online lesen (PDF): sunzibingfa43 Print-Version (PDF): sunzibingfa43-print Bonus im PDF: Auszüge aus Souvernirs d’un Révolté von Romain Louvel – Eine Interpertation der Erzählung von Alexandre Marius Jacob Themen in diese Ausgabe: Happiness Is a Warm Gun Kommuniqué Numero Zero Morgen war Schahrivar 1401: Anmerkungen […]
Sunzi Bingfa Redaktion All things are ready, if our mind be so. William Shakespeare Zweieinhalb Jahre Sunzi Bingfa, vierundvierzig Ausgaben. Tausende Seiten geschrieben, übersetzt, lektoriert. Lange Tage, lange Nächte, zu viele Zigaretten, zu viel Koffein, zu wenig geschlafen, recherchiert, gefeilt, immer auf der Suche, müde, erschöpft, stolz. Am Anfang war da dieser Mangel und eine […]
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//english below Solibanner um zu zeigen, dass auch auf dem Kaff von den Umständen im sogenannten Griechenland erfahren wird und wir überall an unsere Mitstreiter*innen denken.Freiheit und viel Glück an alle Festgenommenen in ExarcheiaFreiheit und viel Glück an alle Angeklagten im Ampelokipi-VerfahrenFreiheit und viel Glück für Prosfygika Nieder mit allen GefängnissenLang lebe die Anarchie __________________________ […]
Am 6. April findet in Dresden ein Ostermarsch gegen die aktuellen Kriege statt. Wir rufen auf zu einem eigenen anarchistischen und antiautoritären Block auf der Demonstration! Kommt um 11 Uhr zum Goldenen Reiter!
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Das AZ Gathe ist bedroht! In der letzten Zeit kam vermehrt die Frage auf, wie es ums AZ Wuppertal steht. Wir wollen darauf jetzt mit einer herzlichen Einladung zu den Aktionstagen nach Wuppertal antworten: Seit über 50 Jahren kämpfen wir in Wuppertal für selbstverwaltete Zentren, seit 25 Jahren ist das Autonome Zentrum an der Gathe. […]
Die Zeiten werden rauer, der Wind weht scharf von rechts. Klima, Kriege, Inflation – die Welt steht buchstäblich in Flammen. Konfrontiert mit vielfachen Krisen erweisen sich systemimmanente Lösungen zunehmend als unmöglich. Weil die nötigen Antworten unbequem sind, konstruiert der Staat lieber Probleme, die er vermeintlich mit Abschiebungen und Knast lösen kann. Nicht nur in Deutschland, […]
„Mehr Ressourcen für Verteidigung bereitzustellen ist anspruchsvoll, weil verschiedene andere Herausforderungen anstehen. […] Es liegt auf der Hand, dass diese Herausforderungen nur dann bewältigt werden können, wenn die Wirtschaft hinreichend leistungsfähig ist. In Deutschland lahmt das Wirtschaftswachstum allerdings. Die Investitionen der Unternehmen schrumpfen. […] Welche Anforderungen ergeben sich daraus für die deutsche Finanzpolitik? Wenn Deutschland […]
Antifa steht zusammen Als antifaschistische Bewegung werden wir kriminalisiert und sind von Repression betroffen. Gegen Antifaschist:innen laufen derzeit Prozesse in Düsseldorf, Stuttgart-Stammhein und Dresden. Den Angeklagten wird vorgeworfen, Faschist:innen angegriffen oder Rüstungsunternehmen sabotiert zu haben. Hinzukommt, dass Maja illegal nach Budapest verschleppt worden ist und dort in einem Schauprozess zu acht Jahren Zuchthaus verurteilt wurde. […]
For our comrades that died for the defense of life For the fighters, that were willing to do the necessary For the comrades, that decided to take life into their own hands For the revolutionaries, that demanded nothing less than everything And for the people, that were kids like you and me For you, Kyriako […]
Im Zeitraum von April bis August diesen Jahres ist der Vergewaltiger, Verräter, Lügner und vermeintliche Kronzeuge Johannes Domhöver vor dem OLG Dresden als Zeuge geladen. In der Vergangenheit hat Domhöver in verschiedenen Gerichtsprozessen gegen Antifas und in vermutlich unzähligen Vernehmungen durch Polizei und Geheimdienste ausgesagt. Jetzt soll er mindestens an neun Verhandlungstagen seine Geschichten vorm […]
Der 8. und 9. April werden die ersten Hauptverhandlungstage sein, an denen der Verräter und Vergewaltiger Johannes Domhöver beim sog. Antifa-Ost-Prozess in Dresden aussagen wird. Wir als Soligruppe Nanuk werden an diesen Tagen dem Gerichtssaal fernbleiben. Wir möchten kurz erklären warum. Zunächst ist uns wichtig zu betonen, dass dies keine Distanzierung von der gemeinsam organisierten […]
Sendung im FR-BB ausgestrahlt am 1. April 2026 – Sendemitschnitt hier: https://archive.org/details/2026-04-01-16h-radio-aktiv-gentrifizierung-neukoelln +++ Ende März 2026 fand im Neuköllner Weisekiez ein Spaziergang zu Orten verdrängter Kneipen statt. Ca. 120 Teilnehmende erfuhren nicht nur über die Entstehung und große Verbreitung historischer Berliner Eck- und Arbeiterkneipen (meist nur von Männern frequentiert) sondern auch über die aktuelle Gentrifizierung […]
Die folgenden Überlegungen wurden größtenteils vor dem letzten Waffenstillstands-Abkommen in Gaza entwickelt. Sie wollen ein Versuch sein, gegen dogmatische Selbstsicherheit um Verständnis zu Ringen. Ein versuch, die eigene Haltung kritisch zu hinterfragen, und die Wahrheitsmomente in der widersprechenden Positionierung zu erkennen — ohne sich in pseudo-überlegener Äquidistanz zu verschanzen. Sie wollen gleichzeitig ein Plädoyer sein, […]
„Die Solidarität lässt für sie, so sagt Daniela, die Sonne aufgehen“ Hallo, wie ihr sicherlich schon mitbekommen habt, ist die Anklage der Generalbundesanwaltschaft (GBA) gegen Daniela zum OLG Frankfurt rausgegangen. Dazu ein Artikel aus dem Legal Tribune Online (LTO); Generalbundesanwalt klagt Daniela Klette an „Das ist vor allem politisch motiviert“ von Hasso Suliak Der mutmaßlichen […]
Frieden? Für wen eigentlich? Während in Berlin Waffenverbotszonen eingeführt werden, produziert im Wedding eine neue Fabrik Waffen für den Export in alle Welt. Während die Bundesregierung von Frieden spricht, treibt sie die Aufrüstung voran – allein 100 Milliarden Sondervermögen für die Kriegswirtschaft, während nur in Berlin im vergangenen Jahr über 13.000 Haushalten Strom bzw. Gas […]
Sara starb vor einigen Tagen zusammen mit ihrem Gefährten Sandro mutmaßlich bei der vorzeitigen Explosion eines Sprengsatzes in einem Anwesen bei Rom. Am Freitag fand die Beerdigung im Familien – und Freundeskreis statt, eine öffentliche Gedenkveranstaltung in der Nähe des Todesortes am heutigen Sonntag wurde verboten, die trotzdem erschienenen Genoss*innen wurden u.a. durch Einsatz von […]
For our comrades that died for the defense of life For the fighters, that were willing to do the necessary For the comrades, that decided to take life into their own hands For the revolutionaries, that demanded nothing less than everything And for the people, that were kids like you and me For you, Kyriako […]
[deutsch unten] This is a speech we held at different events and demonstrations in the last weeks: We are the R94,We are a house in Friedrichshain.We have been around since the 1990s.We fight against capitalism, colonialism, patriarchy, and all other forms of exploitation and oppression. We fight for spaces where an emancipatory way of life […]
[deutsch unten] The following is a short update about the court dates that have happened. If you want more context regarding the legal situation of Rigaer94, here are links to our recent texts. On October 8th, the decision in the trial against Kadterschmiede and Keimzelle took place at Landgericht II. Once again and as hinted […]
[eng below] Wenn hier die Straßen sprechen könnten, dann würden sie von Diskussionen, begleitet vom blauen Rauch des Tabaks, erzählen und sich dabei mit Schlappen in einen Plastikstuhl setzen. Wenn hier die Straßen sprechen könnten, dann würden sie mit deiner Stimme die Geschichte der kämpfenden Projekte erzählen, der Selbstorganisierung und Breite einer Bewegung bevor, während […]
Von RIGAER 94 bis nach ZONE NEUTRE: HÄUSERKAMPF ÜBERALL English below Heute wurde das Kollektiv Zone Neutre – eine Gemeinschaft von Genoss*innen ohne Papiere – aus dem Gebäude geräumt, das sie seit März 2025 besetzt hatten. Das Haus Dsteht an der Ecke Square de l’Aviation und Boulevard Poincaré in Brüssel.70 Menschen leben dort, darunter 18 […]
Two weeks after the raid, the first of three days of appeal hearings began on September 10 at the Regional Court 2. The lawsuits were directed against the former rent contract owners, individuals who were added to the corresponding lawsuits in the course of the raid in October 2021, against Kadterschmiede and Keimzelle, and against […]
Like the last years we open our doors again and would like to invite yout to our yard fest. We are looking forward to see familiar faces and new ones, to lots of nice conversations and exchange and to a relaxing day together. There will be info tables from different groups, as well as cold […]
[English below] Seit dem 25. April 2025 wird Leonid Medved im Register der Lafone Investments Ltd. offiziell als „anteiliger Eigentümer von 75% oder mehr“ geführt. Laut Firmenregister gehört ihm die Firma seit dem 06. April 2016. Lafone Investemnts Ltd. behauptet Eigentümerfirma der Rigaer94 zu sein. Das bestätigt, was wir seit Jahren wissen: „Es ist klar, […]
As every thursday our doors are open for you. We have Küfa in the Kadterschmiede. Thanks to all that helped at the house or took the streets, that’s what solidarity looks like!Let’s come together around a nice warm dinner :)—————————————————————— Wie jeden Donnerstag sind unsere Türe für euch geöffnet. Es findet heute eine Küfa in […]
Fast vier Jahre ist es her, aber heute war es wieder soweit: morgens um 6 wurden wir von lauten Stimmen, Motorsägen, Trennschleifern und Hämmern an den Türen geweckt. Von scheinbar 200 Bullen in der Straße stürmten etwa 100 das Haus. In der gesamten Stadt sollen 700 Bullen im Einsatz gewesen sein. Wie gewohnt machten die […]