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Pandemie Kriegstagebücher – Kronstadt 21 – Part1

Sebastian Lotzer und Giorgio Agamben

Vielleicht stellte jemand Spekulationen über unseren Aufstand an. Das geschieht immer in solchen Fällen, aber ich muss sagen, dass das nutzlos war. Stellen wir keine Mutmaßungen darüber an, was hätte geschehen können, wenn die Ereignisse eine andere Wendung genommen hätten, denn alles hätte passieren können, und wir konnten nichts vorhersehen. Aber so lange sie noch lebten, waren die Kronstädter nicht bereit, anderen die Initiative zu überlassen, wer immer es auch sei”

Stepan M. Petritschenko, Maat der Petropawlowsk.
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Pandemie Kriegstagebücher – Erinnern

Sebastian Lotzer

Der Kampf gegen Gipfel vermag ein Menschenherz auszufüllen. Wir müssen uns Sisyphos als einen glücklichen Menschen vorstellen.

Albert Camus
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Pandemie Kriegstagebücher – Corona Burnout

Sebastian Lotzer / Jérôme Baschet

Wir schreiben den 18. Mai 2020. Captain Lotzer an Logbuch: Während immer noch große Teile der linken Blase brav zuhause hocken und verzweifelt darauf warten, dass ihnen die Regierung hoch und heilig verspricht, dass es jetzt wirklich sicher sei, die Wohnung oder das Hausprojekt wieder zu verlassen, treiben die meisten Deutschen ganz andere Sorgen um.

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Pandemie Kriegstagebücher – Von Mäusen und Menschen

Sebastian Lotzer / Wu Ming

Bücher helfen ei’m nich. Jeder Mensch braucht ’n andern – jemand, der in der Nähe is.‘ Weinerlich fuhr er fort: ‚Ein Mensch geht kaputt, wenn er niemand hat. Macht keinen Unterschied, wer’s is, wenn man nur jemand hat. Kann dir sagen‘, rief er erregt, ‚man wird sonst zu einsam und wird elend.

John Steinbeck- Von Mäusen und Menschen
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Pandemie Kriegstagebücher – Der Blick ins Weiß – Fragmente

Sebastian Lotzer

Wenn du nicht stark bist – sei klug –

Sun Tzu ; Die Kunst des Krieges
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Pandemie Kriegstagebücher – Narrenschiffe

Sebastian Lotzer

Bereits Anfang April publizierte der israelische Militärwissenschaftler und Mathematiker Isaac Ben-Israel das Ergebnis seiner Untersuchung der Verläufe der Infektionsraten von Covid 19. Er untersuchte 25 Länder auf verschiedenen Kontinenten und kam zu dem Schluss, dass die Infektionskurve in allen Ländern, völlig unabhängig von den ergriffenen Maßnahmen, also massiver Ausnahmezustand, Lockdown wie in Israel, Frankreich, Italien, oder moderatere Maßnahmen wie z.B. in Schweden, auf die gleiche Art und Weise verlief. [1]

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Pandemie Kriegstagebücher – Neurosenlehre

Sebastian Lotzer

Die Lockerungsdebatte, die Lockerungsorgie, die zweite und dritte Welle, unvermeidlich. Risiko, Warnung, aus dem Off Mielke: “Aber ich liebe Euch doch alle”. Es macht keinen Sinn, mit Fakten zu argumentieren, denn diese sind dieser Tage vage. Und wo alles vage wird, wankt auch das Schiff in stürmischer See, aber Captain, mein Captain, der Blick zum Horizont geworfen, wer stahl mir mein Bein. Starbuck zaudert, zögert, erwägt die finale Handlung, verwirft, alles ist verloren.

Diese Zivilisation ist dem Untergang geweiht. Daran gibt es nichts zu diskutieren, zu relativieren. Das, was kommen wird, kann tausend Mal blutiger, schrecklicher sein, als das was wir derzeit erleben. Bis an die Zähne bewaffnet wird das Regime im Todeskampf um sich schlagen, die atomare Apokalypse war kein Hirngespinst, sondern eine historische Möglichkeit, die nur den Umständen geschuldet, sich als überflüssig erwiesen hat. Es geht nicht um einen Virus, darum ist es nie gegangen, es geht darum, was durch den Virus an die Oberfläche dringt, an verborgenen, verdrängten, abgespaltenen Affekten, und wie diese Affekte die Gesellschaft formen und benutzt werden. Verstehen, begreifen, kämpfen. Freedom just another world for nothing left to lose.

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Pandemie Kriegstagebücher – First of May Edition

Sebastian Lotzer

„Das Desaster ist ja, dass es wirklich absolut keine Linke gibt….Da ist nur Leere… Da ist nichts, überhaupt nichts mehr.“

Nanni Balestrini

Fangen wir damit an, was als einziges überhaupt noch Sinn macht, weil alles jenseits davon, all die verpufften Affekte, all die ohnmächtige Wut, Trauer, all die überbordende Angst sich wie in einer Versuchsanordnung in der völligen Agonie der Isolation und Vereinzelung auflösen, als hätte es sie nicht gegeben. Fangen wir also mit der Hoffnung an, von der es an anderer Stelle heißt, ein Mensch könne einen Monat ohne Essen, eine Woche ohne Trinken, aber keine vier Sekunden ohne sie überleben. Reden wir also von der Hoffnung.

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