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Die Waffe der Kritik kann nicht die Kritik der Waffen ersetzen

“das in dem milieu, in dem wir kämpfen – postfaschistischer staat, kosumentenkultur. metropolenchauvinismus, massenmanipulation durch die medien, psychologische kriegsführung, sozialdemokratie – dass gegen die repression, mit der wir es hier zu tun haben, empörung keine waffe ist. sie ist stumpf und hohl. wer wirklich empört, also betroffen und mobilisiert ist, schreit nicht, sondern überlegt sich, was man machen kann”

kassiber von ulrike meinhof, märz 1976
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Der Aufkommende #Pandemie Faschismus – Splitter der Dissonanz

27.03.2020. In jedem Berliner Park eine Wanne. Die Besatzungen beäugen misstraulisch jede Aktivität Derjenigen, die sich in die Frühlingssonne gewagt haben. Drei Fußball spielende Kinder sind ein Grund einzuschreiten. Wir haben schon vor Jahren gelernt, ab Drei ist man eine terroristische Vereinigung.

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Danach

Wir werden das schaffen. Wir bleiben Zuhause. Wir alle müssen Verantwortung übernehmen. Das Wir hat dieser Tage, in den Zeiten eines grassierenden Pandemie Totalitarismus Konjunktion. Ein Großteil der Linken sublimiert sich unter diesem Wir.

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#Bologna in Zeiten des #Coronavirus – Das Wu Ming Tagebuch

Schon länger spüre ich in mir das Bedürfnis nach einem gesunden Abstand (was für ein Euphemismus dieser Tage) zu dem Großteil dessen, was sich in diesem Lande die radikale Linke nennt. Und überfiel mich nach Chemnitz, nach Halle, nach Hanau tiefe Scham, wenn ich jene Pflichtübungen besuchte, die sich frei von Hass und ehrlicher Trauer durch die “Szenebezirke” hindurchschlängelten, nichts hinterlassend als eine kurze Meldung in den Regionalnachrichten, so stellte ich am Abend des 19. Februar das erste Mal fest, dass die ganze Angelegenheit mich zu ekeln begann.

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#Exarchia: Sei dieser Tropfen! – Ein Bericht aus #Athen

Ein Teil des Enough – Kollektivs reiste am 10. Dezember gemeinsam mit dem Cars of Hope – Kollektiv nach Athen. Ein Bericht.

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„Ein beeindruckender Tag“ – Rückblick auf den Streik und die Demonstration vom 5. Dezember in #Paris

Am vergangenen Donnerstag beteiligten sich um die 1 Million Menschen in Frankreich an den landesweiten Demonstrationen gegen die Pläne der Regierung, die Rentenversicherung zu „reformieren“, sprich das Eintrittsalter zu erhöhen und die Bezüge zu kürzen. (1) Ausgenommen werden sollen lediglich die Angehörigen der Polizei, wie die Regierung unmittelbar vor dem 5. Dezember erklärte, nachdem auch Gewerkschaftsvertreter der Bullen erklärt hatten, sich an den Protesten beteiligen zu wollen. Arbeitsniederlegungen gab es im Wesentlichen im öffentlichen Sektor, bei der staatlichen Eisenbahn fielen ein Großteil der Züge aus, im Großraum Paris fuhren kaum Metros, viele Buslinien verkehrten ebenfalls nicht. Auch im Flugbetrieb kam es zu Störungen. Ebenfalls umfangreich waren die Arbeitsniederlegungen bei den Lehrer*innen und den Beschäftigten des Gesundheitswesens, letztere kämpfen schon seit Monaten für bessere Arbeitsbedingungen und bessere Bezahlung. Im privaten Sektor kam es kaum zu Streikaktionen, allerdings ruht seit Donnerstag in der Mehrzahl der großen Erdölraffinerien die Arbeit, hier sind die Mehrheit der Malocher*innen in der CGT organisiert und die Belegschaften sind eine der letzten Bastionen der klassischen, kämpferischen Arbeiter*innenklasse. Zugleich wurden landesweit Straßen und Verkehrskreisel blockiert, allerdings in weit geringerem Umfang als zum Vergleich der Anfänge der Gilets Jaunes Bewegung.

Ein Rückblick auf den ersten großen Aktionstag und den Angriff auf die neue „Rentenreform“ aus der Sicht eines Teilnehmers.

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#GiletsJaunes: Ein Strategisches Essay zum Wochenende des 16./17. November in #Paris

Für das kommende Wochenende mobilisieren die Gilets Jaunes anlässlich des ersten Jahrestages des Beginns ihrer Bewegung landesweit nach Paris. Angekündigt sind Aktionen auf den Champs Elysees, Besetzungen, spontane Demos,…

Gelang es im Nov/Dez letzten Jahres den Staatsapparat wiederholt zu überraschen, Schneisen der Verwüstung in den nobelsten Vierteln der Innenstadt zu schlagen, Luxusgeschäfte und Juwelierläden zu plündern (allein bei Dior wurde Schmuck im Wert von 2 Mio entwendet), und an vielen Stellen Bulleneinheiten in die Flucht zu schlagen, dürfte der Sicherheitsapparat an diesem Wochenende wesentlich besser vorbereitet und aufgestellt sein. Hier nun die Übersetzung der Überlegungen einiger Gilets Jaunes, die ursprünglich auf Paris Luttes Infos veröffentlicht und von mir übersetzt wurden.

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#Katalonien: Dies ist ein antifaschister Kampf, nicht nur ein Kampf um Unabhängigkeit

Ein Interview mit zwei jungen Anhänger*innen der „katalanischen Bewegung“ über die jüngste Entwicklung. Das Interview entstand am 22. Oktober.

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#Chile: „Sie haben uns soviel gestohlen, dass sie uns sogar unsere Angst gestohlen haben“

Chile hat in den letzten Tagen einen Aufstand von beispiellosem Ausmaß erlebt. Beginnend mit der Erhöhung der Ticketpreise für die U-Bahn breitete sich der Aufstand schnell aus und zielte auf das gesamte System ab – in einem Land, das seit dem Putsch von Pinochet 1973 ein Labor für den härtesten Neoliberalismus ist und wo die Ungleichheiten zu den massivsten der Welt gehören. Während die rechte Regierung den Ausnahmezustand ausgerufen und eine Ausgangssperre eingeführt hat, während das Militär zum ersten Mal seit dem Ende der Diktatur 1990 auf den Straßen patrouilliert, haben wir ein Treffen mit einem unserer Gefährten in Chile durchgeführt, um die Situation zu erörtern. Er erklärt die Herausforderungen der aktuellen sozialen Explosion, ihre Zusammensetzung, ihre Kampfmethoden und ihre Resonanz auf die parallelen Aufstände in Südamerika.

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#Exarchia – Mon Amour

Die kommenden Wochen werden den umfassenden Angriff des Staates auf Exarchia bringen. Darin sind sich in Athen alle einig. Mit den ersten Räumungen, darunter zwei großen von Migranten*innen und Flüchtlingen besetzen Projekten, mit der ständigen Präsenz von Riotcops und zivilen Aufklärungseinheiten, mit den Angriffen der letzten Tage auf ein Musikfestival und das K*VOX, einem der wichtigsten und legendärsten Besetzungen im Viertel, ist die Linie vorgegeben. Es gibt keine Tabus mehr, der Geist des faschistischen Obristenregimes darf wieder an die Oberfläche. Faschistische Kader, die sich ansonsten nicht einmal in die Nähe von Exarchia wagen, wurde im Viertel in vertrauten Austausch mit Bullen gesichtet. Innerhalb nur weniger Tage haben die Bullen schon zwei Mal die Knarre gezogen.

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