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Geheimpolizei auf den Straßen von #Portland (#PDX): Interview mit einem Mitglied der Black Rose Portland

Seit bald sechzig Tagen dauern nun die alltäglichen und allabendlichen Aktionen in Portland nach dem Mord an Georg Floyd schon an. Zwischenzeitlich waren es nur noch wenige hundert Menschen, die sich gegen den Terror der Bullen behauptet haben. Seitdem Trump Bundestruppen in die Stadt geschickt hat, die teilweise in nicht gekennzeichneten Zivilfahrzeugen durch die Stadt fahren und vermeintliche Demonstranten verschleppen, sind die Proteste und Aktionen in der Stadt auch Gegenstand breiter medialer Berichterstattung, mittlerweile sogar in Europa. Gleichzeitig versuchen Stadtverwaltung und reformistische Gruppen die Proteste zu befrieden, bzw. die Trump Administration als einzigen Verantwortlichen für die alltägliche Bullengewalt und den allgegenwärtigen Rassismus zu beschuldigen. Das folgende Interview mit Gefährt*innen vor Ort gibt einen Einblick in die Entwicklung in der Stadt und beschreibt auch die Tätigkeiten der schon seit Jahren in Portland agierenden Bundesbehörden. Weitere Übersetzungen und Berichte zu Portland werden am kommenden Montag in der Sūnzǐ Bīngfǎ 孫子兵法 https://sunzibingfa.noblogs.org/ veröffentlicht. S.L.

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Pandemie Kriegstagebücher – Ausweitung der Kampfzonen

Sebastian Lotzer

Nein, keine langen Abhandlungen zu Stuttgart. Wohl selten hat sich ein Riot so unvermittelt selbst erklärt. Wer in den letzten Monaten durch dieses Land im Ausnahmezustand mit offenen Augen gegangen ist, konnte es alles sehen. Die ersten Tage der Masseninternierung: In Kreuzberg ausgestorbene Straßen, alle 2 Minuten fährt ein Bullenwagen vorbei, die Insassen mustern dich misstrauisch, wenn du noch unterwegs bist. In den dunklen Ecken der Neubau Ghettos kleine Gruppen von Jugendlichen die nichts anderes mehr haben um sich zu sehen. Die Bullen mit jener letzten Prise von Macht die noch gefehlt hat um endlich allmächtig jeden und jede zurechtzuweisen, kontrollieren und wegsperren zu können. Man hat es ihnen angesehen, Körpersprache verrät mehr als tausend Worte. Es braucht keine Anlässe und Begründungen mehr, das Infektionsschutzgesetz als Handbuch eines totalitären Staates.

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Pandemie Kriegstagebücher – Wangenrot

Sebastian Lotzer

There’s a sign on the wall

But she wants to be sure

‚Cause you know sometimes words have two meanings

Es war nur noch eine Frage der Zeit, es war so absehbar. Seit gestern nun die Hetze in den Berliner Medien über Menschen, die aus welchen Gründen auch immer, beim Betreten eines Geschäftes oder in den öffentlichen Verkehrsmitteln keine Gesichtsmaske tragen. Unterlegt mit Reportagen, in denen der alte Frontstadt Berliner (der scheint einfach nicht aussterben zu wollen) im Chor mit dem Hipster Scum aus Friedrichshain sich über diese Asozialen echauffieren und härteste Verfolgung und Repression einfordern.

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Pandemie Kriegstagebücher – Nebel des Grauens

Sebastian Lotzer

Und dann, ganz plötzlich, kam Nebel auf, es war die reinste Waschküche, aber dann sahen sie plötzlich ein Licht.

Das mußte das Leuchtturmfeuer sein, das Ufer war also nicht mehr weit. Aber – es war ein Lagerfeuer, so wie dieses hier.

Das Schiff wurde gegen die Felsen geschleudert, das Wrack ging unter und mit ihm alle Männer die an Bord waren.

Nachdem das Schiff gesunken war, löste sich der Nebel wieder auf, genauso plötzlich wie er aufgetaucht war.

Und er kam nie wieder….“

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Pandemie Kriegstagebücher – Fight back

Sebastian Lotzer

In ganz Frankreich heute (13. Juni, 2020, Enough 14)Demonstrationen gegen den rassistischen sozialen Krieg der schon lange dem überflüssigen- und Sklavenproletariat erklärt und im Pandemie Ausnahmezustand seine Zuspitzung erreichte. In Paris zogen mehrere Zehntausend auf den Platz der Republik, angeführt von dem Komitee Gerechtigkeit und Wahrheit für Adama Traoré, aber auch die Familien und Freunde der vielen anderen Opfer von Polizeigewalt waren da. Die Versammlung, wie schon jene am 2. Juni, auf die wir noch zu sprechen kommen, völlig illegal nach den Bestimmungen des Pandemie Ausnahmezustandes, aber scheiss drauf. Und niemand käme darauf eine Menschenkette zu bilden oder “Aufstand mit Abstand” zu proklamieren, wie es derzeit die Bewegungsevent Manager in Deutschland tun, die gerade, es war zu erwarten gewesen, aus ihren Löchern kriechen und versuchen wieder das Heft in die Hand zu bekommen, auf dass sie auf immer ihre Murmelspielchen im Schatten der Herrschaft weiter zelebrieren können.

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Pandemie Kriegstagebücher – Aufständische Zonen

Sebastian Lotzer

Vor knapp zwei Wochen spontan mehrere Zehntausend Menschen in Paris auf den Straßen gegen rassistische Polizeigewalt, für dieses Wochenende wird trotz erneuten Verbots landesweit mobilisiert. Jeder weiß, was passieren wird, wenn die Bullen es wagen, einzugreifen. In den USA haben sich die Bullen nach tagelangen Kämpfen aus dem Viertel Capitol Hill in Seattle zurückgezogen, ihr Bullenrevier vernagelt und sind einfach gegangen. Jetzt gibt es dort eine “Autonome Zone”, die sich über mehrere Häuserblocks erstreckt.

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Pandemie Kriegstagebücher – #CoronaRiots

Sebastian Lotzer

D.h. jeder Ansatz, der es ernst meint mit der Tendenz zur Aufhebung, muss zwangsläufig in der strategischen Ausrichtung auf die Konfrontation, auf den Zusammenstoß abzielen, auch wenn er in der taktischen Natur anfänglich andere Wege gehen kann, weil die eigenen Kräfte zu schwach, zu zersplittert, zu unorganisiert sind.”

2014 – Das Jahr indem wir nirgendwo waren | Autonome aus Berlin
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Pandemie Kriegstagebücher – Sperrstunden Blues (Notes of a Dirty Old Man)

Sebastian Lotzer

Die längsten Reisen fangen an, wenn es auf den Straßen dunkel wird.

Jörg Fauser
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Pandemie Kriegstagebücher – Themroc (2)

Sebastian Lotzer

Heute bin ich das erste Mal seit langer Zeit quer durch die Stadt mit den öffentlichen Verkehrsmitteln gefahren. Ich musste zu einem meiner Patienten in den armen Außenbezirken, da wo das Leben noch grauer ist als im Rest dieser Stadt, deren Seele man vor Jahren an den Meistbietenden versteigert hat. Gewöhnlicherweise absolviere ich alle meine Hausbesuche mit dem Fahrrad, aber es gab eine Unwetterwarnung (letztendlich hat es dann nur ein bisschen genieselt, die Meteorologen scheinen mit den Virologen in einen geheimen Wettstreit über völlig unzutreffende Prognosen getreten zu sein).

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Enough Radio #COVID19 Reihe – Interview mit Sebastian Lotzer: „Ein Bruch mit den bestehenden Verhältnissen“

Willkommen zur ersten Ausgabe von Enough Radio. Der erste Podcast ist Teil 1 einer zweiteiligen Serie von Podcasts über COVID 19.

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