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#NoPOLGNRW: Info-Veranstaltung über neues NRW-Polizeigesetz

Im Gleichschritt mit der bayerischen Landesregierung will die NRW Landesregierung weitreichende Änderungen am Polizeigesetz durch den Landtag bringen. Dieses Vorhaben löst in der demokratisch engagierten Zivilgesellschaft Entsetzen aus.

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#Wuppertal Café Ada: Erzählcafé zur Geschichte der Linken aus der Türkei – Anti Fasit Mücadele- Devrimci Yol Ve Fatsa ,Aslan Gümüs ile söyleti

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Erzählcafé zur Geschichte der Linken aus der Türkei

Veranstaltung mit Arslan Gümüş (Lehrer, Schriftsteller und Musiker)

28.4.2018 15:00 Uhr ADA

Anti Fasit Mücadele- Devrimci Yol Ve Fatsa ,Aslan Gümüs ile söyleti .28.04.2018 Cafe Ada. Saat 15 ve 18 arasi

Im Mittelpunkt der Veranstaltung stehen die Ereignisse in Fatsa, einem kleinen Städtchen an der türkischen Schwarzmeerküste. In diesem Zusammenhang wird die antifaschistische Organisation Devrimci Yol, ihr Politikverständnis, ihre wechselvolle Geschichte, in den Kämpfen gegen die Militärdiktatur, gegen die Grauen Wölfe der MHP und in den Gefängnissen, aber auch in den Betrieben und Universitäten vorgestellt.
Fatsa wurde 1979 zum Symbol der Linken. Der Referent, der in Devrimci-Yol organisiert war, wird über den einzigartigen Versuch berichten, in der Kleinstadt Fatsa den Traum von einer selbstverwalteten sozialistischen Kommune zu verwirklichen. Zum Hoffnungsträger für die Linke wurde Fatsa, als der unabhängige Kandidat Fikri Sönmez im Oktober 1979 mit 62 % aller Stimmen zum Bürgermeister gewählt wurde. Fikri wurde vor allem durch die Organisation Devrimci Yol unterstützt, die in Fatsa neben den offiziellen Strukturen Basiskomitees in jedem Stadtteil einrichtete, die die Verantwortung für die Sozial- und Gesundheitsversorgung übernahmen. Populär wurde Fikri durch die rigorose Bekämpfung des Glücksspiels und der Korruption. In den kurzen Monaten des Experimentes zwischen Oktober 1979 und Juli 1980 geschahen in Fatsa „große Dinge“. Mit vereinten Kräften wurden Straßen durch Sumpfgebiete gebaut und gleichzeitig dabei ein Volksfest veranstaltet. Konflikte wurden zugunsten der Armen und Unterpriviligierten geregelt. Die Bevölkerung hatte ungehinderten Zugang zu allen bürokratischen Einrichtungen und in den neugeschaffenen 11 Stadtteilkomitees wurde alle wesentlichen Entscheidungen getroffen.


Das demokratische Experiment wurde nach wenigen Monaten am 11. Juli 1980 vom türkischen Militär und den Schlägertrupps der „Grauen Wölfe“ blutig beendet.
Tausende Soldaten schwärmten bei der sog. Punkt-Operation in den kleinen Ort aus, Haus um Haus wurde aufgebrochen und durchsucht. Fikris Sönmez Sohn Naci war damals, 1980, als die Panzer kamen und der Rätedemokratie in Fatsa ein abruptes Ende setzten, noch ein Jugendlicher. Er erzählte 2010 der TAZ: „Die Soldaten waren aggressiv, aber auch unsicher. Man hatte ihnen vor ihrem Einsatz in Fatsa erzählt, sie würden dort auf schwer bewaffnete Kommunisten treffen. Sie glaubten tatsächlich, wir hätten Panzer aus Russland, oder die Russen würden über das Meer kommen und uns helfen.“
Der 16-jährige Naci Sönmez wurde gemeinsam mit seinem Vater und vierzig anderen Einwohnern von Fatsa, die man für die kommunistischen Rädelsführer hielt, verhaftet und in einem Militärgefängnis in Amasya interniert. Insgesamt 811 Personen wurden vor einem Militärgericht wegen Fatsa angeklagt. 8 Angeklagte wurden zum Tode verurteilt. Naci Sönmez kam im März 1984 wieder frei, sein Vater überlebte das Gefängnis nicht. Am 4. Mai 1985 verstarb Fikri Sönmez im Gefängnis offiziell an einem Herzinfarkt. „Er hat die Folter nicht überlebt“, sagte sein Sohn Naci Sönmez..
Solingen 1993 – Niemals vergessen – Unutturmayacağız!

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Sie auch: Interview mit Enough is Enough Info-Café: https://enough-is-enough14.org/2018/03/18/interview-mit-eie-info-cafe-das-langfristige-ziel-ist-und-bleibt-natuerlich-der-umbruch-zu-einer-solidarischen-gesellschaft/



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Wuppertal, Café Ada: Erzählcafé zur Geschichte der Linken aus der Türkei

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14.4.2018, 15.00 Uhr ADA, Wiesenstraße 6, 42105 Wuppertal. Erzählcafé zur Geschichte der Linken aus der Türkei: Hoffnungen und Niederlagen. Die 68iger und 78iger Bewegung in der Türkei. Lesung und Erzählcafé mit Doğan Akhanli und Attila Keskin. Es liest Olaf Reitz.
Eintritt frei!
Doğan Akhanlı wurde 1957 als Sohn eines Lehrers in der Provinz Artvin am Schwarzen Meer geboren. Nachdem er 1975 wegen des Kaufs einer linksgerichteten Zeitschrift fünf Monate in Untersuchungshaft gesessen hatte, begann er sich politisch zu engagieren, u.a. in Halkın Kurtuluşu und der TDKP. Nach dem Militärputsch in der Türkei am 12. September 1980 ging er in den Untergrund. Im Mai 1985 wurde Akhanlı zusammen mit seiner Frau Ayşe und dem 16 Monate alten Sohn verhaftet und saß von 1985 bis 1987 als politischer Häftling 2½ Jahre im Militärgefängnis von 1991 floh er nach Deutschland ins politische Asyl. Seit 1995 lebt er als Schriftsteller in Köln
Attila Keskin studierte an der Technischen Universität in Ankara und beteiligte sich 1968 an der Besetzung der Universität. Attila Keskin gründete u.a. mit Deniz Gezmiş, Yusuf Aslan und Hüseyin İnan die „Volksbefreiungsarmee der Türkei“ (THKO). „Wir wollten einen Guerillakrieg führen wie Che Guevara in Südamerika.“ Doch daraus wurde nichts. 1971 wurde die führenden Mitglieder der Gruppe verhaftet und zum Tode verurteilt. Deniz Gezmiş, Yusuf Aslan und Hüseyin İnan wurde 1972 hingerichtet. Attila Keskin blieb verschont. Nach dem Ende der Militärdiktatur 1974 wurde sein Verfahren neu aufgerollt, er kam frei und ging wieder in den Untergrund.. Seine THKO hatte sich in der Zwischenzeit in dutzende maoistische Gruppen und Grüppchen aufgespalten. Er war Mitbegründer und leitender Funktionär von Halkın Kurtuluşu. 1978 ging er in die Bundesrepublik und setzte seine Parteiarbeit fort. In der Türkei hatte am 12. September 1980 erneut das Militär geputscht. Mehr als 650.000 Menschen wurden verhaftet, drei Viertel davon Linksorientierte und Gewerkschafter. Zehntausende flüchteten ins Ausland. Attila Keskin musste sein Traum von der Rückkehr in die Türkei zunächst aufgeben. 1985 wurde er wegen seiner Kritik am Leninismus und Dogmatismus der Partei aus der Organisation ausgeschlossen. Er zog sich ins Privatleben zurück und betrieb zusammen mit seiner Frau ein Obstgeschäft. Er begann zu schreiben. Er ist Verfasser zahlreicher Bücher.
 
Solingen 1993 – Niemals vergessen – Unutturmayacağız!

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Sie auch: Interview mit Enough is Enough Info-Café: https://enough-is-enough14.org/2018/03/18/interview-mit-eie-info-cafe-das-langfristige-ziel-ist-und-bleibt-natuerlich-der-umbruch-zu-einer-solidarischen-gesellschaft/