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Selber verwirrt [Ukraine, Diskussion]

Die Soligruppe für Gefangene scheint ganz außer Rand und Band zu sein und schreibt sich in Rage. Bekanntermaßen gehe ich ebenfalls gern und ausführlich meinem Äußerungsbedürfnis nach, habe mir aber ernsthaft vorgenommen, dazu einen Reflexionsprozess zu beginnen. Bei der Soligruppe hingegen sieht es scheinbar anders aus. Mit den zahlreichen aneinander gereihten Wortfetzen kann nur mühevoll verschleiert werden, wie wenig Inhalt ihnen zu eigen ist. Was ist mein Problem? Warum lasse ich mich hier in die nächste verbale Schlammschlacht verwickeln, statt etwas Sinnvolles zu tun?

Bild Oben: Bombardiertes Gebäude in Kyiv. In diesem Gebäude befand sich eine selbstorganisierte Fitness-Studio, in der Antifas Selbstverteidigungskurse und Kampfsport-Training organisierten. Bild: Cars of Hope.

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Klima-Depressiv? Ein Antwort auf Tadzio Müller’s Coming out Nr. 6

Das #ClimateEndgame ist in vollem Gange, eine Hitzewelle jagt die nächste. Dürre, Überschwemmungen. In Europa herrscht wieder Krieg, die herrschende Klasse reagiert mit einem gigantischen Rollback zu fossilen Brennstoffen und treibt die Menschen in die Armut, indem sie sie für eine jahrzehntelange falsche Energiepolitik zahlen lässt. Es ist nicht nur die Abhängigkeit von russischem Gas, die Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen steht für eine gescheiterte Politik für alle Lebewesen auf diesem Planeten. Riot Turtle antwortet auf Tadzio Müller’s Coming out Nr. 6, oder: Hallo, mein Name ist Tadzio, und ich bin klima-depressiv.

Bild oben: WAA_Proteste_(1980er-Jahre). Bild von Oliver M. GRUER-LAVIN. Lizenziert unter der Creative Commons Attribution-Share Alike 2.0 Generic Lizenz.

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Ich bin ein ukrainischer Sozialist*in. Hier ist der Grund, warum ich Widerstand gegen die russische Invasion leiste [Ukraine]

Ein Beitrag über Solidarität und Widerstand in der Ukraine von Taras Bilous. Da wir uns selbst nicht als Sozialist*innen betrachten, teilen wir logischerweise nicht alle Ansichten in diesem Beitrag, aber wir denken trotzdem, dass es wichtig ist, eine weitere Stimme aus der Ukraine zu Wort kommen zu lassen.

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10 furchtbare linke Argumente gegen den Widerstand in der Ukraine

Diskussionen mit einigen der (meist) westlichen Linken können äußerst schwierig sein. Einige ihrer Positionen sind entmutigend zu hören. Andere erscheinen heuchlerisch oder zynisch. Es gibt meiner Meinung nach bestimmte Positionen, die weit von linken Prinzipien entfernt sind. Diese Punkte werden nicht immer direkt ausgesprochen, deshalb möchte ich kurz auf einige versteckte Botschaften eingehen, die den von vielen Linken vertretenen Positionen zugrunde liegen.

Disclaimer #1: Ich möchte betonen, dass es auch viele Linke gibt, die eine solidarische Haltung einnehmen und mit diesen Behauptungen nichts zu tun haben wollen. Ich schreibe hier jedoch nicht über sie.

Disclaimer #2: Es ist wirklich wichtig, wie einige dieser Botschaften geäußert werden, da dies die Grenze zwischen einerseits Punkten der Besorgnis und der Diskussion und andererseits – dem zentralen Pfeiler der eigenen vorher festgelegten und bedingungslosen politischen Haltung gegen den Widerstand in der Ukraine – zieht. In diesem Text geht es um den zweiten Fall. Ich werde hier nicht auf die Feinheiten eingehen. Es handelt sich um eine polemische Stellungnahme, nicht um einen analytischen Artikel.

Disclaimer #3: Ich bin hier frustriert, wütend und daher oft sarkastisch. Und ja, ich habe das Recht, dies zu sein. Und ja, ich benutze diesen Artikel, um meine Frustration und Wut zu kanalisieren.

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Prinzipienreiter*innen mit Selbstbestätigungsfilm [Ukraine]

Eine Soligruppe für Gefangene hat hier[1] kürzlich mehrere Texte von Malatesta wieder veröffentlicht. Vermutlich, um sich vor allem zu versichern, dass sie sich gegen ach so jegliche Herrschaft positionieren. Tatsächlich kann ich der Argumentation Malatestas weitgehend zustimmen. Umso bedauerlicher, dass die Soligruppe sie ahistorisch handhabt und sich nicht bereit zeigt, ihren Gehalt zu kontextualisieren und auf die heutige Situation zu übertragen.

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No Fides: Das Jahr 2020 – ein Virus trifft auf ein NATO Papier

Vom 15. bis 19. August halten Polizei und Armee in Bern die Übung «Fides» (Vertrauen) ab. Dagegen regt sich Widerstand (nofides.noblogs.org).
Wir werden in den nächsten Wochen in unregelmässigen Abständen hier auf barrikade.info und auf unserem Blog Texte veröffentlichen, die wir zur Thematik lesenwert finden und welche möglicherweise als Grundlagen für Diskussionen dienen können. Dabei teilen wir nicht immer zu hundert Prozent alle Inhalte der publizierten Texte. Es geht uns in erster Linie darum, Grundlagen für Diskussionen zu schaffen.

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Über Krieg und Revolution: Ukraine

Warum ist unser Jahrhundert schlimmer als jedes andere?

Ist es, weil es im Rausch der Angst und des Kummers

Es hat seine Finger in das schwärzeste Geschwür gesteckt,

und kann dennoch keine Linderung bringen?

Anna Achmatowa, aus Wegerich (1919)
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Gruppe Autonomie und Solidarität: Identitätspolitik vs. Klassenkampf?

Wir sind irritiert darüber, derzeit vermehrt zu lesen, dass bestimmte Themen, die pauschal und abwertend ohne nähere Auseinandersetzung als Identitätspolitik bezeichnet werden, dazu führen würden, dass es nicht zu Klassenkampf oder Revolution komme. Wir vertreten diesen Standpunkt nicht. Daher freuen wir uns sehr, in Bezug auf diese Thematik folgende Zuschrift zu verbreiten.

Gruppe Autonomie und Solidarität

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Die Position einer Gruppe belarussischer Anarchist*innen in Warschau zum Krieg in der Ukraine

Nach dem 24. Februar diskutieren wir unter uns und mit Genossen aus verschiedenen Ländern oft über die Situation, in der sich Europa befand. Warum hat der Krieg begonnen? Wie hat er die politischen Perspektiven der Region und insbesondere von Belarus verändert? Was halten wir von der NATO? Ist es möglich, in den staatlichen Streitkräften zu dienen, während man Anarchist*in bleibt? Und schließlich, was sollten wir als Teil der polnischen Diaspora im Kontext des Krieges tun? Zu diesen und anderen Fragen haben wir eine gemeinsame Position erarbeitet, die im folgenden Text dargelegt wird.

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Die Erde brennt? Compost the Rich! [Gruppe Autonomie und Solidarität]

Die Klimakrise spitzt sich zu – etliche große und kleine Katastrophen ereignen sich täglich rund um den Globus und werden schleichend zur Normalität. Dürren, Brände, Tsunamis, Vogel- und Insektensterben und kranke Wälder.

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